Dresd­ner Frie­dens­preis an Tom­mie Smith ver­lie­hen

Leipziger Volkszeitung - - ERSTE SEITE -

DRES­DEN. Der Us-bür­ger­rechts­ak­ti­vist und frü­he­re Welt­klas­se­sprin­ter Tom­mie Smith ist ges­tern für sein En­ga­ge­ment ge­gen Ras­sis­mus mit dem Dresd­ner Frie­dens­preis ge­ehrt wor­den. Der 73-Jäh­ri­ge nahm die Aus­zeich­nung in der Sem­per­oper ent­ge­gen.

Die Ges­te des Pro­tests hat Ge­schich­te ge­schrie­ben: Bei den Olym­pi­schen Spie­len 1968 in Me­xi­ko hält der afro­ame­ri­ka­ni­sche Welt­klas­se­sprin­ter Tom­mie Smith auf den Sie­ger­po­dest sei­ne in ei­nen schwar­zen Hand­schuh ge­hüll­te Faust in den Him­mel. Eben­so tut es der Dritt­plat­zier­te John Car­los. Die Sprin­ter set­zen ein Zei­chen ge­gen Ras­sis­mus und be­zah­len da­für mit ih­rer Kar­rie­re. Für sei­ne öf­fent­li­che De­mons­tra­ti­on ge­gen Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung und sein En­ga­ge­ment für die Bür­ger­rech­te in den USA bis heu­te ist der frü­he­re Welt­klas­se­sprin­ter Tom­mie Smith ges­tern mit dem Dresd­ner Frie­dens­preis ge­ehrt wor­den. Der 73-Jäh­ri­ge nahm die mit 10 000 Eu­ro do­tier­te Aus­zeich­nung in der Sem­per­oper ent­ge­gen. „Der Kampf kann nur ge­won­nen wer­den, wenn man sich be­tei­ligt“, sag­te Smith sicht­lich be­wegt. „Wir kämp­fen, weil wir an die Wahr­heit glau­ben.“Und er glau­be fest dar­an, dass „ein Über­win­den der Zu­stän­de mög­lich ist“.

In sei­ner Lau­da­tio wür­dig­te der Jour­na­list Gün­ter Wall­raff, Smith ha­be der Welt ein Sym­bol vor­ge­hal­ten, „an dem sie nicht vor­bei­konn­te“. Es brau­che Men­schen wie Smith, die den Mut und die Klug­heit hät­ten, der­ar­ti­ge Zei­chen zu set­zen. Zugleich for­dert Wall­raff ein un­be­ding­tes En­ga­ge­ment ge­gen Ras­sis­mus in Deutsch­land.

Fo­to: dpa

Be­rühm­te Ges­te: Für sein En­ga­ge­ment ge­gen Ras­sis­mus er­hielt der frü­he­re Us-sprin­ter und Olym­pia­sie­ger Tom­mie Smith ges­tern den Dresd­ner Frie­dens­preis.

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