Tür­kei hofft nun auf Rüs­tungs­ko­ope­ra­ti­on

Leipziger Volkszeitung - - ERSTE SEITE -

ANKARA/BER­LIN. Die tür­ki­sche Re­gie­rung hofft nach der Frei­las­sung des Jour­na­lis­ten De­niz Yücel auf ei­ne stär­ke­re Rüs­tungs­ko­ope­ra­ti­on mit Deutsch­land und ei­ne Ent­schär­fung der Rei­se­hin­wei­se. Mi­nis­ter­prä­si­dent Bi­na­li Yil­di­rim sag­te am Ran­de der Münch­ner Sicherheitskonferenz, er wün­sche sich ei­ne deut­sche Be­tei­li­gung beim Bau des neu­en tür­ki­schen Kampf­pan­zers „Al­tay“. Zu­dem kün­dig­te er ei­nen Deutsch­land­be­such von Staats­prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan nach der Ve­rei­di­gung der neu­en Bun­des­re­gie­rung an.

Yücel be­zeich­ne­te die Tür­kei als Will­kürstaat. In ei­ner Vi­deo­bot­schaft er­in­ner­te er an an­de­re in der Tür­kei ver­haf­te­te Jour­na­lis­ten, „die nichts an­de­res ge­tan ha­ben, als ih­ren Be­ruf aus­zu­üben“. Vie­le Men­schen sä­ßen dort nur im Ge­fäng­nis, weil „sie ei­ne op­po­si­tio­nel­le Mei­nung ha­ben“, sag­te er in der ers­ten Nach­richt nach der Frei­las­sung.

DAMASKUS. In der um­kämpf­ten kur­di­schen Re­gi­on Afrin in Nord­sy­ri­en sol­len die tür­ki­sche Ar­mee und ih­re Ver­bün­de­ten Gift­gas ein­ge­setzt ha­ben. Sechs Men­schen hät­ten durch die Ein­wir­kung ei­nes nicht nä­her be­stimm­ten Ga­ses Atem­be­schwer­den und er­wei­ter­te Pu­pil­len be­kom­men, be­rich­te­ten Be­ob­ach­ter und ärzt­li­ches Per­so­nal. Die Tür­kei wies die An­schul­di­gun­gen zu­rück. Der mut­maß­li­che An­griff ha­be sich am Frei­tag in dem Ort Scheich Ha­did west­lich der Stadt Afrin er­eig­net, hieß es.

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