Russ­lands klei­ne Ra­ke­te

Leipziger Volkszeitung - - BLICKPUNKT -

Die rus­si­sche Is­kan­der-ra­ke­te ist mit ih­ren rund sie­ben Me­tern Län­ge nicht sehr groß und nicht sehr schwer – bie­tet aber ge­ra­de des­halb den Mi­li­tärs vie­le Vor­tei­le. Das Sys­tem kann sehr schnell be­wegt wer­den, ein Last­wa­gen kann zwei Ra­ke­ten be­för­dern. Nach dem Start fliegt die Is­kan­der nicht im ho­hen Bo­gen, son­dern erd­nah. Da­durch ist sie für Ra­dar und Ra­ke­ten­ab­wehr schlecht er­kenn­bar. Im Ge­fechts­kopf kann sie Bom­blets mit Split­ter- oder Brand­wir­kung tra­gen, aber auch bun­ker­bre­chen­de Bom­ben so­wie ato­ma­re Spreng­köp­fe. Mit dem nu­klea­ren Ge­fechts­kopf A-92 kann die Is­kan­der ei­ne Sprengleis­tung von bis zu 200 kt(ki­lo­ton­nen TNT) er­rei­chen. Die im Au­gust 1945 von den USA ge­zün­de­te Hi­ro­shi­ma-bom­be hat­te ei­ne Spreng­kraft von rund 13 kt.

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