„Faust“von al­len vor al­lem für al­le

Leipziger Volkszeitung - - KULTUR -

„Faust“auf der Büh­ne, in der Dis­co, im Ho­tel: Mehr als 500 Ver­an­stal­tun­gen wer­den ab Frei­tag in Mün­chen im Rah­men des „Faust“-fes­ti­vals an­ge­bo­ten. Bis 29. Ju­li gibt es Goe­thes Dra­ma in al­len Va­ria­tio­nen. Fünf Mo­na­te lang kön­ne man fast je­den Tag se­hen, wie sich Künst­ler auf un­ter­schied­lichs­te Wei­se mit „Faust“aus­ein­an­der­set­zen, sagt Max Wa­gner, Ge­schäfts­füh­rer des Kul­tur­zen­trums Ga­s­teig.

Es ist den Künst­lern über­las­sen, wie sie die Ge­schich­te ei­nes rast­los Su­chen­den um­set­zen wol­len. Das Fes­ti­val bil­det die Klam­mer. Mit da­bei sind gro­ße Häu­ser, die Kunst­hal­le et­wa und das Re­si­denz­thea­ter, aber auch das Ho­tel Baye­ri­scher Hof mit ei­ner Aus­stel­lung und das Mu­se­um Reich der Kris­tal­le. Im Wirts­haus Pau­la­ner am Nock­her­berg wird ein „Faust“-bier aus­ge­schenkt, und Kas­perls Spui­kastl, ein Münch­ner Künst­ler­paar, zeigt „Faust“als Pup­pen­spiel. „,Faust’ von al­len für al­le“lau­te das Mot­to, sagt Mit­in­itia­tor Ro­ger Die­de­ren. Da­bei fän­den sich auch The­men un­se­rer Zeit wie­der wie der Br­ex­it oder Trumps Prä­si­dent­schaft. Die­de­ren zi­tiert aus dem Klas­si­ker: „Den Teu­fel spürt das Völk­chen nie, und wenn er sie beim Kra­gen hät­te.“

faust.mu­en­chen.de

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