Ske­le­ton: Löl­ling fei­ert Sil­ber­sau­se

Er­folg ist „me­ga­wich­tig“für ih­re Sport­art

Leipziger Volkszeitung - - LEIPZIG LIVE -

PYEONG­CHANG. Die Umar­mung mit ih­ren El­tern rühr­te Jac­que­line Löl­ling zu Trä­nen, beim Tan­zen bis in die Mor­gen­stun­den fiel der gan­ze Olym­pia-druck von der Ske­le­ton-queen ab. Auch da­bei zeig­te die sonst bäuch­lings mit über 100 St­un­den­ki­lo­me­tern den Eis­ka­nal hin­un­ter ra­sen­de Sil­ber­me­dail­len-ge­win­ne­rin ei­ne gu­te Per­for­mance. „Jetzt kann man end­lich fei­ern und al­les raus­las­sen“, sag­te Löl­ling schluch­zend.

Die 23-Jäh­ri­ge von der RSG Hoch­sau­er­land konn­te die Par­ty nach dem wohl span­nends­ten Ren­nen mit vier Läu­fen in der erst 16-jäh­ri­gen Olym­pia-ge­schich­te gut ge­brau­chen. „Das war bis zur letz­ten Se­kun­de Ner­ven­krieg“, mein­te Löl­ling. Nach vier Läu­fen lag die Welt­meis­te­rin aus Brach­bach 0,45 Se­kun­den hin­ter der Bri­tin Liz­zy Yar­nold und vor de­ren Team­kol­le­gin Lau­ra Deas. ExWelt­meis­te­rin Ti­na Her­mann aus Kö­nigs­see und An­na Fern­städt kom­plet­tier­ten mit den Plät­zen fünf und sechs das star­ke deut­sche Ab­schnei­den.

„Das war me­ga­wich­tig für un­se­re Sport­art. Nach Sot­schi ha­ben wir an al­len Schrau­ben und Rä­dern ge­dreht, um das zu schaf­fen. Aber ich ha­be das nicht al­lein ge­stemmt, da steht ein Rie­sen­team da­hin­ter“, sag­te Löl­ling. Auch der Vor­stands­vor­sit­zen­de Tho­mas Schwab vom Bo­bund Schlit­ten­ver­band für Deutsch­land (BSD) at­me­te auf. „Es freut mich für das Trai­ner­team um Jens Mül­ler. Wä­re diese star­ke Team­leis­tung von den Mä­dels hier aus­ge­blie­ben, hät­ten wir die För­de­rung für den nächs­ten Olym­pia-zy­klus wohl aus ei­ge­nen Mit­teln be­zah­len müs­sen“, sag­te Schwab.

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