Es wird ver­dun­kelt

Leipziger Volkszeitung - - LEIPZIG LIVE - AUS PYEONG­CHANG BE­RICH­TEN STE­FAN DÖ­RING, UWE KÖS­TER UND LARS BE­CKER

V er­rückt: Ski­sprin­ger sprin­gen noch um Mit­ter­nacht, Bi­ath­le­ten sind um 22 Uhr im Ziel. Aber Eis­kunst­lauf be­ginnt um 10 Uhr, Eis­ho­ckey­spie­le um 12 Uhr. Orts­zeit, ver­steht sich. Ver­kehr­te Win­ter­sport-welt.

Doch die Ski­sport­ler ha­ben sich mit den Ge­ge­ben­hei­ten ar­ran­giert. „Hal­be Zeit­um­stel­lung“, lau­tet die De­vi­se. Vor 2 Uhr geht nie­mand ins Bett. Dunk­le Gar­di­nen si­mu­lie­ren Nacht auch am Vor­mit­tag. Früh­stück ist ab 12 Uhr. Weil die Men­sa rund um die Uhr ge­öff­net hat, kann je­der noch nach Mit­ter­nacht zu Abend es­sen. Um abends län­ger wach zu blei­ben, wur­den ex­tra hel­le Licht­quel­len in den Auf­ent­halts­räu­men in­stal­liert. Den Ath­le­ten ist es recht.

Und sie ha­ben noch aus ei­nem Grund we­nig Pro­ble­me mit den spä­ten Start­zei­ten. „Ich freue mich, dass die Fa­mi­lie da­heim mich zu ei­ner ver­nünf­ti­gen Zeit se­hen konn­te, oh­ne in der Nacht auf­ste­hen zu müs­sen“, sagt Ski­sprin­ge­rin Kat­ha­ri­na Alt­haus. De­ren Wett­be­werb war um 23 Uhr be­en­det – 15 Uhr da­heim.

Trotz­dem, die Mid­ni­ght-ses­si­ons im Ski­sport sind ab­nor­mal und na­tür­lich den Wün­schen der TV-SEN­der ge­schul­det. Das Fern­se­hen ha­be die Zei­ten nicht dik­tiert, sagt ein Ioc-spre­cher. Au­ßer­dem fin­de Ski­sprin­gen ja auch in Eu­ro­pa un­ter Flut­licht statt. Ist ein Ar­gu­ment. Nur wird’s in Mit­tel- und Nord­eu­ro­pa halt schon um fünf dun­kel. Um die Zeit ist hier Lunch­ti­me.

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