Au­f­at­men bei Dy­na­mo, Durch­schnau­fen in Aue, Är­ger bei Uni­on

Dres­den ge­winnt 1:0 ge­gen Re­gens­burg, die Erz­ge­bir­ger er­kämp­fen sich ei­nen Punkt bei den Stör­chen, Ber­lin patzt

Leipziger Volkszeitung - - SPORT -

DRES­DEN/AUE/BER­LIN. Der war wich­tig: Die Dresd­ner ha­ben wie­der drei Punk­te ge­gen den Ab­stieg im Säck­chen. Ges­tern sieg­te der Zweit­li­gist ge­gen den seit fünf Spie­len un­ge­schla­ge­nen SSV Jahn Re­gens­burg 1:0 (0:0). Erich Ber­ko traf in der 65. Mi­nu­te. „Der Tref­fer war ei­ne ab­so­lu­te Wil­lens­leis­tung der Mann­schaft“, sag­te er.

Durch sein Tor ge­lang Dy­na­mo der drit­te Heim­sieg der Sai­son. Der Ta­bel­len-13. hat fünf Punk­te Vor­sprung auf den Ab­stiegs­re­le­ga­ti­ons­rang. „Die Si­tua­ti­on war und ist immer noch an­ge­spannt“, be­ton­te Trai­ner Uwe Neu­haus. „Die Art und Wei­se, wie das Spiel be­gon­nen hat, hat nicht zur Be­ru­hi­gung bei­ge­tra­gen.“Denn ge­gen das ag­gres­si­ve Re­gens­bur­ger Pres­sing fand Dres­den kein Mit­tel und leis­te­te sich teil­wei­se haar­sträu­ben­de Feh­ler im Auf­bau­spiel, die das Team von Achim Bei­er­lor­zer zu ge­fähr­li­chen Kon­tern ein­lu­den. Auch die Dresd­ner De­fen­si­ve war nicht immer sat­tel­fest, das 0:0 zur Pau­se war noch das Bes­te aus Dy­na­mo-sicht.

Neu­haus re­agier­te zur Pau­se, brach­te mit Mous­sa Ko­né ei­ne zwei­te Sturm­spit­ze. Beim Füh­rungs­tref­fer agier­te er mit viel Lei­den­schaft am Sech­zeh­ner, er­kämpf­te den Ball, der über Rö­ser bei Ber­ko lan­de­te.

Ver­schnau­fen in Aue: We­gen ei­ner Bom­ben­ent­schär­fung am Leip­zi­ger Haupt­bahn­hof konn­te der FC Erz­ge­bir­ge Aue nicht wie ge­plant mit dem Zug nach Kiel rei­sen. Statt­des­sen ging es per Bus an die Küs­te. „Wenn das für mich in mei­nem Al­ter kein Pro­blem ist, so ei­ne Irr­fahrt mit zehn St­un­den sit­zen weg­zu­ste­cken, dann darf es für die Jün­ge­ren auch keins sein“, sag­te Ka­pi­tän Chris­ti­an Tif­fert (36). Den­noch brauch­ten sei­ne Mit­spie­ler „et­was“Zeit, um den Bus aus den Bei­nen zu schüt­teln. Hol­stein Kiel ging 2:0 in Füh­rung. Doch es spricht für Aue, dass trotz­dem ein Punkt bei der Di­enst­rei­se her­aus­kam. Die Erz­ge­bir­ger bis­sen sich nach ei­ner hal­ben St­un­de in die Par­tie. In­nen­ver­tei­di­ger Mal­com Ca­cu­ta­lua brach­te sein Team mit zwei Tref­fern in 100 Se­kun­den zum Aus­gleich.

„Wir sind zu­frie­den mit ei­nem Punkt in Kiel. Wir ha­ben den Ab­stiegs­kampf an­ge­nom­men“, mein­te Au­es Match­win­ner Ca­cu­ta­lua. Sein ers­tes Tor war durch­aus strit­tig, da der In­nen­ver­tei­di­ger im Fünf­me­ter­raum im Luft­kampf mit Kiels Tor­wart Ken­neth Kron­holm den Ball freischlug und dann über die Li­nie drück­te. „Wenn es ir­re­gu­lär war, dann ist das lei­der so“, sag­te Han­nes Dr­ews tro­cken. Für den 35-Jäh­ri­gen war der Be­such in Kiel ei­ne Stipp­vi­si­te in der Hei­mat. Vie­le Jah­re ar­bei­te­te er im Nach­wuchs­be­reich bei den „Stör­chen“. „Ein Punkt des Tüch­ti­gen, weil wir al­les in­ves­tiert ha­ben“, fiel Dr­ews Fa­zit po­si­tiv aus.

Da­ge­gen konn­te Uni­on-trai­ner An­dré Hof­schnei­der sei­nen Är­ger über den schwa­chen Auf­tritt der „Ei­ser­nen“nur mit Mü­he ver­ber­gen. „Von dem ei­nen oder an­de­ren Spie­ler bin ich ent­täuscht, ei­ni­ge soll­ten sich hin­ter­fra­gen“, sag­te der Coach nach der ver­dien­ten 0:1 (0:1)-Nie­der­la­ge bei Ein­tracht Braun­schweig.

Ken Rei­chel sorg­te vor 21 150 Zu­schau­ern im Ein­tracht-sta­di­on für den ent­schei­den­den Tref­fer des Spiels (16.). Uni­on war­tet nun schon seit No­vem­ber 2011 auf ei­nen Sieg bei der Ein­tracht. Stür­mer Ste­ven Skrzyb­ski ana­ly­sier­te: „Wir ha­ben schlecht an­ge­fan­gen und sind nie aus dem Trott raus­ge­kom­men.“

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