A 143: Wich­ti­ges Etap­pen­ziel er­reicht

Pl­an­fest­stel­lungs­be­schluss für die We­st­um­fah­rung Hal­les zur A 14 liegt vor

Leipziger Volkszeitung - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND - VON BERND LÄHNE

HAL­LE. Das Pl­an­fest­stel­lung­ver­fah­ren zum Wei­ter­bau der A 143 nord­west­lich von Hal­le ist ab­ge­schlos­sen. Ges­tern über­gab Tho­mas Pleye, Prä­si­dent des Lan­des­ver­wal­tungs­am­tes, den ge­än­der­ten Be­schluss an Sach­sen-an­halts Ver­kehrs­mi­nis­ter Tho­mas We­bel (CDU). Nun­mehr könn­te der seit Jah­ren kon­tro­vers dis­ku­tier­te Lü­cken­schluss der A 143 Wirk­lich­keit wer­den. Der ge­plan­te Tras­sen­bau schließt den Au­to­bahn-dop­pel­ring um Hal­le und Leip­zig und vollen­det das Ver­kehrs­pro­jekt Deut­sche Ein­heit Nr. 13.

Die Un­ter­la­gen wer­den – in der Stadt Wet­tin-löb­e­jün so­wie in den Ge­mein­den Pe­ters­berg, Teut­schen­thal und Salz­a­t­al – ab 26. April bis 9. Mai öf­fent­lich aus­ge­legt. Ge­gen den Be­schluss kann in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach Zu­stel­lung Kla­ge beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig er­ho­ben wer­den. Soll­ten kei­ne Kla­gen er­fol­gen, könn­te En­de 2019 Bau­be­ginn sein. Um­welt­schüt­zer hat­ten be­reits mehr­fach er­folg­reich ge­gen die ur­sprüng­li­che Pla­nung ge­klagt. In der Re­gi­on wur­de die Nach­richt über den mög­li­chen Ab­schluss der „un­end­li­chen Ge­schich­te“weit­ge­hend po­si­tiv auf­ge­nom­men. Ober­bür­ger­meis­ter Bernd Wie­gand (par­tei­los) be­ton­te: „Die Stadt setzt sich für den Wei­ter­bau der A 143 ein, der Pl­an­fest­stel­lungs­be­schluss ist ein wich­ti- ger Zwi­schen­schritt. Die so­ge­nann­te We­st­um­fah­rung als ab­schlie­ßen­des Teil­stück des hal­le­schen Au­to­bahn­rings ist mit Blick auf die wach­sen­de wirt­schaft­li­che Be­deu­tung Hal­les drin­gend er­for­der­lich. Wir wer­den für den Wei­ter­bau der A 143 auch mit der ge­bün­del­ten Kraft der mit­tel­deut­schen Krei­se und Groß­städ­te in der Eu­ro­päi­schen Me­tro­pol­re­gi­on Mit­tel­deutsch­land wer­ben.“

Auch die IHK Hal­le-des­sau drängt auf ei­nen ra­schen Bau­be­ginn. „Seit mehr als zehn Jah­ren wer­den die letz­ten noch feh­len­den zwölf Ki­lo­me­ter ge­plant, um ei­nen mög­lichst um­fas­sen­den Na­tur-, Um­welt­und Lärm­schutz zu ge­währ­leis­ten“, er­klär­te der stell­ver­tre­ten­de Haupt­ge­schäfts­füh­rer Rein­hard Schrö­ter, „das muss rei­chen.“Nicht zu­letzt wür­de die fer­ti­ge We­st­um­fah­rung da­zu füh­ren, dass sich we­ni­ger Lkw und Au­tos durch die Stadt Hal­le quä­len müss­ten. Da­mit wür­de dann nicht nur der Wirt­schafts-, son­dern auch der In­di­vi­du­al­ver­kehr Zeit, Sprit und da­mit Geld spa­ren, be­ton­te Schrö­ter. „Auch die Hal­len­ser könn­ten au­f­at­men: we­ni­ger Stick­oxi­de, Fe­in­staub, Lärm und Stress.“

Frank Scheu­rell, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Cdu-frak­ti­on im Land­tag von Sach­sen-an­halt, sag­te: „Bis hier­hin war es ei­ne enorm zä­he Par­tie, die sich hof­fent­lich dem En­de nä­hert. Mit dem Pl­an­fest­stel­lungs­be­schluss ist da­zu ein wich­ti­ges Etap­pen­ziel er­reicht wor­den.“

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