Al­ber­ti­num kauft Wer­ke von Gün­ther Hor­nig

Leipziger Volkszeitung - - KULTUR -

Das Dresd­ner Al­ber­ti­num rückt den Ma­ler Gün­ther Hor­nig (1937–2016) ins Licht. Im zeit­ge­nös­sischs­ten Raum des Mu­se­ums der Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen (SKD) sind zwei Skulp­tu­ren aus des­sen Se­rie „Tür­me“dau­er­haft zu se­hen. Der Skd-freun­des­kreis kauf­te Nr. 3 „rot“(1987) aus dem Ate­lier des Künst­lers an und mit Hil­fe ei­ner Stif­tung konn­te ei­ne wei­te­re die­ser kon­struk­tiv-mi­ni­ma­lis­ti­schen Ar­bei­ten aus ver­leim­ten Kar­ton­stü­cken er­wor­ben wer­den, wie Di­rek­to­rin Hil­ke Wa­gner ges­tern sag­te.

Hor­nig, ei­ner der be­deu­tends­ten abs­trak­ten Ma­ler Ost­deutsch­lands, türm­te für Nr. 3 „rot“far­bi­ge klei­ne Rah­men 1,67 Me­ter hoch auf, der an­de­re Turm be­steht aus vol­len Qua­dern. Nun kor­re­spon­die­ren die wie uto­pi­sche Ar­chi­tek­tu­ren wir­ken­den Tür­me mit Wer­ken von Neo Rauch, Eber­hard Ha­vekost, Bea­te Güts­chow und Tho­mas Schei­bitz, der sein Schü­ler war. „Ei­ne rei­ne Freu­de“, sag­te sei­ne Wit­we.

Hor­nig sei noch „ein Ge­heim­tipp“, sag­te die Vor­stands­vor­sit­zen­de des Freun­des­krei­ses Mus­eis Sa­xo­ni­cis Usui, Pe­tra von Crails­heim. „Es ist höchs­te Zeit, sich mit ihm zu be­schäf­ti­gen und sein ge­sam­tes Werk zu ent­de­cken.“Der aus Bit­ter­feld stam­men­de Hor­nig war Thea­ter­ma­ler und Büh­nen­bil­das­sis­tent. Ab 1957 stu­dier­te er Ma­le­rei und Gra­fik an der Dresd­ner Kunst­aka­de­mie. Er ex­pe­ri­men­tier­te früh mit in­for­mel­len, teils kon­kre­ten künst­le­ri­schen For­men­spra­chen.

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