„Ge­rech­tig­keit für to­te Jour­na­lis­tin“

Pen-au­to­ren for­dern Auf­klä­rung

Leipziger Volkszeitung - - MEDIEN -

D ie in­ter­na­tio­na­le Schrift­stel­ler­ver­ei­ni­gung PEN und das Pen-zen­trum Deutsch­land for­dern Ge­rech­tig­keit im Fall der vor sechs Mo­na­ten er­mor­de­ten mal­te­si­schen Jour­na­lis­tin Daph­ne Ca­rua­na Ga­li­zia. In ei­nem of­fe­nen Brief an den Prä­si­den­ten der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on, Je­an-clau­de Juncker, ru­fen be­kann­te Au­to­rin­nen und Au­to­ren zu mehr Ent­schlos­sen­heit bei der Su­che nach den Mör­dern der re­gie­rungs­kri­ti­schen Blog­ge­rin auf.

Zu den mehr als 250 Un­ter­zeich­nern ge­hö­ren un­ter an­de­ren Mar­ga­ret At­wood, Sal­man Rush­die, Neil Gai­man, Ca­ro­lin Em­cke und Ali­ce Schwar­zer. Die Schrift­stel­ler for­dern, sich für den Schutz al­ler Jour­na­lis­ten und „Whist­leb­lo­wer“in Mal­ta ein­zu­set­zen. Die mal­te­si­schen Ob­rig­kei­ten müss­ten die Mei­nungs­frei­heit die­ser Men­schen re­spek­tie­ren und schüt­zen. Zu­dem for­dern die Au­to­ren, die Vor­wür­fe ge­gen Ja­son Mi­callef zu prü­fen. Der Dreh­buch­au­tor soll Ca­rua­na Ga­li­zia nach ih­rem Tod in den so­zia­len Me­di­en öf­fent­lich ver­spot­tet ha­ben. Falls sich die­se An­schul­di­gun­gen be­stä­ti­gen soll­ten, sol­le man Mi­callef zu ei­ner Amts­nie­der­le­gung be­we­gen, drän­gen die Au­to­ren.

Die In­ves­ti­ga­ti­vjour­na­lis­tin Daph­ne Ca­rua­na Ga­li­zi­as wur­de am 16. Ok­to­ber 2017 durch ei­ne Au­to­bom­be ge­tö­tet. Der Mord ist bis heu­te nicht auf­ge­klärt. Ca­rua­na Ga­li­zia hat­te un­ter an­de­rem über Kor­rup­ti­on und Geld­wä­sche be­rich­tet. Zu­letzt hat­te sie sich mit den so­ge­nann­ten Pa­na­ma Pa­pers be­schäf­tigt und war mög­li­chen Ver­bin­dun­gen zwi­schen Mit­ar­bei­tern der mal­te­si­schen Re­gie­rung, aus­län­di­schen Ban­ken und Fir­men in Steu­er­pa­ra­die­sen nach­ge­gan­gen.

Fo­to: dpa

Mord­op­fer: Daph­ne Ca­rua­na Ga­li­zia.

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