Hän­de weg vom Haus­mit­tel Ka­mil­le bei Vier­bei­nern

Leipziger Volkszeitung - - TIERLEBEN - ➦ dpa

Ka­mil­len­tee galt lan­ge Zeit als Haus­mit­tel ge­gen so man­ches Lei­den. Bei Ent­zün­dun­gen oder Rei­zun­gen der Au­gen soll­te man ihn je­doch nicht ver­wen­den. Aber wo­mit kön­nen Tier­be­sit­zer ih­re Vier­bei­ner be­han­deln?

Ver­schleim­te oder ver­kleb­te Au­gen bei Hun­den und Kat­zen soll­ten nicht mit Ka­mil­le ge­spült wer­den. Das kann die Bin­de­häu­te zu­sätz­lich rei­zen. Bes­ser ist es, das Se­kret mit ei­nem Ta­schen­tuch zur Na­se hin weg­zu­wi­schen, er­läu­tert Sieg­fried Mo­der, Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des prak­ti­zie­ren­der Tier­ärz­te.

Meist wer­den Er­kran­kun­gen am Au­ge mit Sal­be oder Trop­fen be­han­delt. Da­zu müs­sen Hal­ter die Au­gen­li­der mit Dau­men und Zei­ge­fin­ger aus­ein­an­der­sprei­zen und das Me­di­ka­ment di­rekt in das ge­öff­ne­te Au­ge brin­gen. Die Spit­ze der Fla­sche oder Tu­be darf den Aug­ap­fel da­bei aber nicht be­rüh­ren, um ei­ne Wie­der­an­ste­ckung zu ver­mei­den. Durch die Schwer­kraft sam­meln sich Au­gen­me­di­ka­men­te von ganz al­lein in der un­te­ren Bin­de­haut an.

Wich­tig ist auch, dem Tier die Me­di­ka­men­te nicht „zu­fäl­lig“zu ver­ab­rei­chen, zum Bei­spiel wenn es ge­ra­de schläft. Die Ga­be von Au­gen­trop­fen oder Sal­ben ist zwar nicht an­ge­nehm für das Tier, aber auch nicht schmerz­haft. Es wehrt sich eher ge­gen das Fest­hal­ten sei­nes Kop­fes und die Ma­ni­pu­la­ti­on am Au­ge.

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Sieg­fried Mo­der

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