Mer­ce­des nur „drit­te Kraft“

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Leipziger Volkszeitung - - SPORT - Claas Hen­nig

SHANG­HAI. Nach­denk­lich und frus­triert saß Le­wis Ha­mil­ton nach sei­nem ent­täu­schen­den vier­ten Platz beim Gro­ßen Preis von Chi­na im Mer­ce­des-bü­ro im Fah­rer­la­ger in Shang­hai. Der For­mel-1-welt­meis­ter soll­te er­klä­ren, war­um es bei ihm und sei­nem Team in die­ser noch jun­gen Sai­son nicht lau­fen will. Doch statt Ant­wor­ten lie­fer­te er das Ge­sicht zur Kri­se.

„Ich hat­te nicht die Ge­schwin­dig­keit, die ich nor­ma­ler­wei­se ha­be“, be­schrieb der 33-Jäh­ri­ge mit lei­ser Stim­me das, was oh­ne­hin al­le ge­se­hen hat­ten. Pha­sen­wei­se fühl­te sich Ha­mil­ton so­gar wie „im Nie­mands­land“. Ant­wor­ten auf die Mer­ce­des-pro­ble­me hat­te er nicht.

Da­bei liegt Ha­mil­ton nach drei von 21 Ren­nen hin­ter dem Wm-füh­ren­den und zwei­ma­li­gen Sai­son­sie­ger Se­bas­ti­an Vet­tel (54 Punk­te) nur neun Punk­te zu­rück – der Fer­ra­ri-star war in Shang­hai le­dig­lich Ach­ter ge­wor­den. In der Kon­struk­teurs­wer­tung füh­ren die Sil­ber­pfei­le so­gar. Den­noch schei­nen das Team und ihr Chef­pi­lot im Kri­sen­mo­dus zu sein.

Ha­mil­ton, des­sen neu­er Mul­ti-mil­lio­nen-ver­trag noch im­mer nicht ver­kün­det wur­de, wirkt un­zu­frie­den mit sich und der Ps-welt. „Er ist mei­ner Mei­nung nach der bes­te Fah­rer, aber auch die Bes­ten ha­ben Ta­ge, an de­nen es ein­fach nicht 100 Pro­zent läuft“, mein­te Te­am­chef To­to Wolff. „Wie das Au­to war er an die­sem Wo­che­n­en­de vi­el­leicht nicht oben­auf.“Drei Ren­nen sind ge­fah­ren – und Mer­ce­des steht oh­ne Sieg da. Fer­ra­ri hat of­fen­sicht­lich ein Au­to ge­baut, dass sich auf al­len Stre­cken zu­recht­fin­det. In Chi­na rausch­ten nun auch noch die Red Bulls mit Sie­ger Da­ni­el Ric­ci­ar­do an. „Wir wa­ren nur drit­te Kraft“, mein­te Wolff trotz des zwei­ten Plat­zes des Sil­ber­pfeil-fin­nen Valt­te­ri Bot­tas.

Das Team hat bei der Su­che nach der ver­lo­re­nen Pace die Rei­fen als Ur­sa­che aus­ge­macht. Für Wolff ist das „die ne­ve­r­en­ding Sto­ry“, dass Mer­ce­des die Rei­fen nicht dau­er­haft auf Be­triebs­tem­pe­ra­tur be­kommt: „Wir müs­sen jetzt ru­hig blei­ben, die Köp­fe zu­sam­men­ste­cken und die Pro­ble­me lö­sen. In der For­mel 1 gibt es kei­ne ra­schen Lö­sun­gen.“

Ein schnel­le­res Au­to hebt si­cher die Lau­ne von Ha­mil­ton. Vor dem Ren­nen in Ba­ku, das in zwei Wo­chen an­steht, sieht sich der Vier­fach-cham­pi­on aber auch selbst in der Ver­ant­wor­tung: „Ich muss zu mei­ner nor­ma­len Leis­tungs­stär­ke zu­rück­fin­den, be­vor wir noch mehr wert­vol­le Punk­te ver­lie­ren.“

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