500 000 Eu­ro für die „Rei­che Ze­che“

Berg­aka­de­mie Frei­berg er­hält För­der­mit­tel für die Lan­des­aus­stel­lung In­dus­trie­kul­tur im Jahr 2020

Leipziger Volkszeitung - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND - VON MARTIN KLOTH

FREI­BERG. Die För­der­mit­tel für die säch­si­sche Lan­des­aus­stel­lung In­dus­trie­kul­tur im Jahr 2020 sind na­he­zu voll­stän­dig ver­ge­ben. Rund 150 Me­ter un­ter der Er­de über­gab Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Eva­ma­ria Stan­ge ges­tern in Frei­berg ei­nen Zu­wen­dungs­be­scheid über knapp 475000 Eu­ro an die TU Berg­aka­de­mie. Wie die an­de­ren fünf de­zen­tra­len Stand­or­te wird auch das Berg­werk „Rei­che Ze­che“ins­ge­samt ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro be­kom­men. Die feh­len­den 25000 Eu­ro sei­en aus haus­halts­tech­ni­schen Grün­den je­doch zu­nächst nur in Aus­sicht ge­stellt, sag­te die Spd-po­li­ti­ke­rin.

Die Sil­ber­stadt Frei­berg im Land­kreis Mit­tel­sach­sen ist Stand­ort für Erz­berg­bau und Res­sour­cen­tech­no­lo­gi­en. Die Leit­aus­stel­lung der Schau vom 25. April bis zum 1. No­vem­ber 2020 un­ter dem Ti­tel „In­dus­trie Kul­tur Mensch“fin­det im Au­di-bau in Zwi­ckau statt.

Wei­te­re de­zen­tra­le Stand­or­te ne­ben Frei­berg sind das Horch-mu­se­um in Zwi­ckau (Au­to­mo­bil­in­dus­trie), Chem­nitz mit dem In­dus­trie­mu­se­um (Ma­schi­nen­bau) und dem Ei­sen­bahn­mu­se­um (Ei­sen­bahn und Gü­ter­trans­port) so­wie die Tuch­fa­brik Ge­brü­der Pfau in Crim­mit­schau (Tex­til) und das Berg­bau­mu­se­um Oels­nitz/erz­ge­bir­ge (St­ein­koh­le­berg­bau).

Laut Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um sind für die Leit­aus­stel­lung und die Ko­or­di­nie­rung bis zu 5,8 Mil­lio­nen Eu­ro vor­ge­se­hen. Für je­den der sechs Stand­or­te ste­hen zu­sätz­lich bis zu 500 000 Eu­ro als För­der­mit­tel zu Ver­fü­gung.

Für Mi­nis­te­rin Stan­ge war Frei­berg der sechs­te und letz­te Ort auf ih­rer Be­suchs­lis­te der Stand­or­te für die Lan­des­aus­stel­lung. „His­to­risch ge­se­hen ist es die ers­te Stät­te der Lan­des­aus­stel­lung“, sag­te sie. Frei­berg fei­ert 2018 den 850. Jah­res­tag des ers­ten Sil­ber­fun­des.

Das Berg­werk „Rei­che Ze­che“ge­hört zur Uni­ver­si­tät und ist ein For­schungs­und Lehr­berg­werk. „Wir sind ein mo­der­ner For­schungs­stand­ort. Wir ha­ben 33 La­bo­re un­ter Ta­ge“, sag­te des­sen Wis­sen­schaft­li­cher Di­rek­tor, Pro­fes­sor Hel­mut Mi­scho. Für die Lan­des­aus­stel­lung in zwei Jah­ren wird der­zeit ei­ne For­schungs­tour für Be­su­cher kon­zi­piert. Dar­in sol­le ne­ben der Tra­di­ti­on des Berg­baus auch des­sen Zu­kunft auf­ge­zeigt wer­den.

Part­ner der TU bei der Lan­des­aus­stel­lung ist der För­der­ver­ein „Him­mel­fahrt Fund­gru­be“, der be­reits das in­te­grier­te Be­su­cher­berg­werk „Sil­ber­berg­werk“be­treibt. Für die neue Tour müss­ten die eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter qua­li­fi­ziert wer­den, sag­te der Ver­eins­vor­sit­zen­de Erich Fritz.

Fo­to: dpa

Kunst­mi­nis­te­rin Eva-ma­ria Stan­ge (SPD, 2. v. l.) über­gibt im For­schungs- und Lehr­berg­werk „Rei­che Ze­che“den Zu­wen­dungs­be­scheid für die 4. Säch­si­sche Lan­des­aus­stel­lung zur In­dus­trie­kul­tur an Jens Then, Vi­ze-kanz­ler der TU Berg­aka­de­mie Frei­berg.

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