Pri­va­te Han­dy­num­mern kön­nen pri­vat blei­ben

Leipziger Volkszeitung - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND -

ER­FURT. Ar­beit­neh­mer sind nach ei­ner Ent­schei­dung des Thü­rin­ger Lan­des­ar­beits­ge­richts grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, ih­re pri­va­te Mo­bil­fun­k­num­mer beim Ar­beit­ge­ber an­zu­ge­ben. Die­ser kön­ne auch auf an­de­rem Weg si­cher­stel­len, dass Be­schäf­tig­te im Not­fall er­reicht wer­den kön­nen, be­grün­de­te das Ge­richt ges­tern in Er­furt sei­ne Ent­schei­dung. Nur un­ter be­son­de­ren Be­din­gun­gen und in en­gen Gren­zen ha­be ein Ar­beit­ge­ber das Recht auf Kennt­nis der pri­va­ten Han­dy­num­mer ei­nes An­ge­stell­ten.

Ver­han­delt wur­de die Kla­ge von Mit­ar­bei­tern des kom­mu­na­len Ge­sund­heits­am­tes ge­gen den Land­kreis Greiz. Sie ver­lang­ten mit Er­folg, dass ei­ne Ab­mah­nung aus ih­rer Per­so­nal­ak­te ent­fernt wird, weil sie nur ih­re pri­va­te Fest­netz-, nicht aber ih­re Han­dy­num­mern für Be­reit­schafts­diens­te an­ga­ben. Ei­ne Re­vi­si­on beim Bun­des­ar­beits­ge­richt ist nicht zu­ge­las­sen.

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