Aus­zu­bil­den­de füh­ren Fi­lia­len schon mal ei­gen­stän­dig

Säch­si­sche Haus­tech­nik Mar­kran­städt er­hält Auszeichnung

Leipziger Volkszeitung - - MARKKLEEBERG · MARKRANSTÄDT · ZWENKAU · GROSSPÖSNA - VON ROLAND HEIN­RICH

MAR­KRAN­STÄDT. Die Säch­si­sche Haus­tech­nik (SHT) Gm­bh in Mar­kran­städt hat ihr En­ga­ge­ment für die be­trieb­li­che Be­rufs­aus­bil­dung ho­no­riert be­kom­men. Ein ent­spre­chen­des Zer­ti­fi­kat über­reich­te die Che­fin der Ar­beits­agen­tur Oschatz, Cor­du­la Hart­rampf-hirsch­berg, jüngst an den Ge­sell­schaf­ter Frank Puff­ky.

„Wir wer­den im neu­en Lehr­jahr wie­der acht Aus­zu­bil­den­de ha­ben. Ei­ne ers­te Ge­sprächs­run­de mit Be­wer­bern hat es be­reits ge­ge­ben. Am 19. Mai fin­det die nächs­te statt“, er­wähn­te Puff­ky. Ins­ge­samt wür­den der­zeit um die 30 Azu­bis aus­ge­bil­det, die auch den ei­ge­nen Nach­wuchs in der Fir­ma bil­den. Et­wa 20 SHT Fi­lia­len mit ins­ge­samt rund 220 Mit­ar­bei­tern ge­be es in Sach­sen und Sach­sen-an­halt. Seit der Grün­dung 1990 hät­ten mehr als 300 Aus­zu­bil­den­de ih­ren Ab­schluss im Un­ter­neh­men ge­macht. Cir­ca 50 von ih­nen sind jetzt Mit­ar­bei­ter in der SHT. Seit 1992 sitzt die Fir­ma in Mar­kran­städt.

„Wir le­gen Wert dar­auf, dass un­se­re Azu­bis von der Buch­hal­tung über den Ver­kauf bis hin zum La­ger al­le Be­rei­che der Fir­ma durch­lau­fen“, be­ton­te Puff­ky. Schließ­lich wol­le man sich mit den in der Fir­ma aus­ge­bil­de­ten Kauf­män­nern oder Kauf­frau­en im Groß- und Au­ßen­han­del nicht bla­mie­ren, wenn die­se nach ih­rem Ab­schluss dann doch die SHT ver­las­sen. Wer aber blei­ben will und wer wäh­rend der Aus­bil­dung Mo­ti­va­ti­on, Krea­ti­vi­tät, Lust und Lei­den­schaft be­weist, dem gibt der Chef ei­ne 100-pro­zen­ti­ge Über­nah­me­ga­ran­tie.

Wie Aus­bil­de­rin und Aus­bil­dungs­lei­te­rin Kat­ja Klei­ne be­ton­te, wür­de den Azu­bis auch schon ei­ni­ges über­ant­wor­tet. So or­ga­ni­sier­ten die Lehr­lin­ge die Jah­res­fei­er oder wür­den auch schon mal ei­ne Fi­lia­le in völ­li­ger Ei­gen­stän­dig­keit füh­ren müs­sen. „Na­tür­lich be­trifft das Lehr­lin­ge im letz­ten Aus­bil­dungs­jahr, und na­tür­lich gibt es für Not­fäl­le den Kon­takt. Aber ei­gent­lich läuft das“, merk­te Klei­ne an. Zu­dem ge­be es Mit­ar­bei­ter­schu­lun­gen, an de­nen auch die Azu­bis teil­neh­men und es wür­den Werks­fahr­ten or­ga­ni­siert.

Bei der Aus­wahl ge­eig­ne­ter Azu­bis schaue man nicht al­lein auf Zeug­nis­se. Man müs­se auch den Men­schen se­hen. Da­für ha­be sich ein Be­triebs­prak­ti­kum als be­son­ders emp­feh­lens­wert für bei­de Sei­ten er­wie­sen. Der po­ten­zi­el­le Azu­bi er­fah­re, ob die Ar­beit et­was für ihn ist, und der Aus­bil­der hat die Ge­le­gen­heit des Ken­nen­ler­nens. Dass es nicht nur auf die No­ten an­kom­me, wur­de von der Agen­tur­che­fin Hart­rampf-hirsch­berg be­son­ders lo­bend her­vor­ge­ho­ben. „Wer Po­ten­zia­le er­kennt und ent­wi­ckelt, leis­tet ei­nen ak­ti­ven Bei­trag zur Fach­kräf­teent­wick­lung und das bringt wei­ter“, mein­te sie.

Die SHT in Mar­kran­städt wün­sche sich für ih­re Lehr­lin­ge ei­ne bes­se­re An­bin­dung an den ÖPNV, spe­zi­ell an den Bus, und be­fin­de sich da­zu auch in Ge­sprä­chen mit der Stadt, hieß es. Für die Lehr­lin­ge sei die Anreise ei­ne Her­aus­for­de­rung. Bei der Agen­tur reg­te man ei­ne Aus­bil­dungs­mes­se im Früh­jahr an.

Ei­ni­ge der ins­ge­samt 27 Azu­bis der Fir­ma Säch­si­sche Haus­tech­nik Gm­bh in Mar­kran­städt. Für den Be­trieb gab es ein Aus­bil­dungs­zer­ti­fi­kat von der Ar­beits­agen­tur.

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