Ge­fähr­li­che Freun­de

Leipziger Volkszeitung - - AUS ALLER WELT -

Die Songs wer­den mil­lio­nen­fach ge­klickt. Hei­ner Bind­hardt, An­walt von Bu­shi­do, ar­gu­men­tiert für die Frei­ga­be

Bu­shi­do wur­de 1978 als Anis Mo­ha­med Yous­sef Ferchi­chi als Sohn ei­nes Tu­ne­si­ers und ei­ner Deut­schen in Bonn ge­bo­ren. Sein Va­ter ver­ließ die Fa­mi­lie früh, Bu­shi­do wuchs bei sei­ner al­lein­er­zie­hen­den Mut­ter in Ber­lin­tem­pel­hof auf. Bu­shi­do be­such­te das Gym­na­si­um und wur­de – nach ei­ge­ner Aus­sa­ge – vor die Wahl ge­stellt, ent­we­der ei­ne Aus­bil­dung zum Ma­ler und La­ckie­rer zu ma­chen oder we­gen et­li­cher Ver­stö­ße ge­gen das Be­täu­bungs­mit­tel­ge­setz und Sach­be­schä­di­gung in­haf­tiert zu wer­den. Al­ler­dings be­ste­hen nach Re­cher­chen des „Spie­gels“Zwei­fel an der Aus­sa­ge. Zum Hip-hop soll Bu­shi­do über die Graf­fi­ti­sze­ne ge­kom­men sein. Dort war er un­ter dem Pseud­onym Fuchs ak­tiv.

2013 ge­riet Bu­shi­do in die Schlag­zei­len, nach­dem der „Stern“ei­ne Ent­hül­lungs­sto­ry über die Ver­stri­ckun­gen des Ber­li­ner Rap­pers in die Ma­fi­a­sze­ne ver­öf­fent­licht hat­te. Da­bei ging es im­mer wie­der um Bu­shi­dos Ver­bin­dun­gen zum ara­bi­schen Abou-cha­ker­clan. In ei­nem In­ter­view sag­te Bu­shi­do da­mals da­zu: „Das ist wie in ei­nem Staat. Da gibt es auch ei­ne Ge­wal­ten­tei­lung. Die Bul­len ma­chen als Exe­ku­ti­ve die Drecks­ar­beit, an­de­re ma­chen die Ge­set­ze. Na­tür­lich ha­be ich Kum­pels, die mir sa­gen: ‚Du fasst nie­man­den an, wir ma­chen das.‘“Erst vor Kur­zem ver­öf­fent­lich­te Bu­shi­do auf Face­book, dass er und sei­ne „al­ten“Freun­de nun ge­trenn­te We­ge ge­hen.

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