Über­hol­ver­bot: ADAC will Brum­mis wei­ter brem­sen

Au­to8|uer 8ekennt sich zur Ver|nt­wor­tung in Die­sel|ffä­re

Leipziger Volkszeitung - - ERSTE SEITE - VON THO­MAS KAUF­NER

LEIP­ZIG. Sach­sens Au­to­bah­nen lei­den un­ter im­mer mehr Schwer­last­ver­kehr. Kurz vor den Som­mer­fe­ri­en for­dert der ADAC des­halb ei­ne Aus­wei­tung des Über­hol­ver­bots für die LKW. Zu­letzt im Mai hat­te das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um sol­che Ein­schrän­kun­gen um­ge­setzt.

WOLFSBURG/BRAUN­SCHWEIG. VW zahlt we­gen der Die­sel­af­fä­re nun in Deutsch­land ei­ne Geld­bu­ße von ei­ner Mil­li­ar­de Eu­ro. Da­mit wer­den nach An­ga­ben des Un­ter­neh­mens und der Staats­an­walt­schaft Braun­schweig „Auf­sichts­pflicht­ver­let­zun­gen“ge­ahn­det. Die Bu­ße setzt sich aus dem ge­setz­li­chen Höchst­be­trag von fünf Mil­lio­nen Eu­ro so­wie ei­ner Ab­schöp­fung wirt­schaft­li­cher Vor­tei­le in Hö­he von 995 Mil­lio­nen Eu­ro zu­sam­men, wie die Volks­wa­gen AG ges­tern Abend mit­teil­te. Der Au­to­bau­er ver­zich­tet dar­auf, Rechts­mit­tel ein­zu­le­gen „und be­kennt sich da­mit zu sei­ner Ver­ant­wor­tung“. Das Geld muss in­ner­halb von sechs Wo­chen an das Land Nie­der­sach­sen ge­zahlt wer­den.

Volks­wa­gen äu­ßer­te die Er­war­tung, „dass die Be­en­di­gung die­ses Ver­fah­rens auch er­heb­li­che po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf wei­te­re in Eu­ro­pa ge­gen die Volks­wa­gen AG und ih­re Kon­zern­ge­sell­schaf­ten ge­führ­te be­hörd­li­che Ver­fah­ren ha­ben wird“. Un­ter an­de­rem lau­fen in Braun­schweig Er­mitt­lun­gen ge­gen frü­he­re und ak­tu­el­le Ma­na­ger – zum ei­nen we­gen des An­fangs­ver­dachts des Be­tru­ges, zum an­de­ren we­gen Markt­ma­ni­pu­la­ti­on. An­le­ger kla­gen au­ßer­dem auf Scha­den­er­satz in Mil­li­ar­den­hö­he, weil die Vw-ak­tie nach Be­kannt­wer­den des Skan­dals auf Tal­fahrt ging. Die Ma­na­ger sol­len die Fi­nanz­märk­te im Herbst 2015 zu spät über den Ab­gas­skan­dal in­for­miert ha­ben. Der Kon­zern be­ton­te stets, dies recht­zei­tig ge­tan zu ha­ben. Nach den Er­mitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft ist es zu „Auf­sichts­pflicht­ver­let­zun­gen in der Ab­tei­lung Ag­gre­ga­te-ent­wick­lung im Zu­sam­men­hang mit der Fahr­zeug­prü­fung“ge­kom­men, heißt es in der Vw-mit­tei­lung.

Im Sep­tem­ber 2015 hat­ten Us-be­hör­den Ab­gas­ma­ni­pu­la­tio­nen von Mil­lio­nen Vw-die­sel­au­tos auf­ge­deckt. Volks­wa­gen hat­te nur mit Hil­fe ei­ner Schum­mel-soft­ware Schad­stoff-grenz­wer­te ein­ge­hal­ten. Der Kon­zern muss­te we­gen des Skan­dals in den USA Mil­li­ar­den an Stra­fen zah­len. Durch die Af­fä­re wur­de auch das Image von Die­sel­fahr­zeu­gen schwer be­schä­digt. Die­se Kri­se hält bis heu­te an.

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