Chef der Bun­des­po­li­zei un­ter Druck

Leipziger Volkszeitung - - POLITIK -

Am Sonn­abend hat­te der Chef der Bun­des­po­li­zei, Die­ter Ro­mann, per­sön­lich den mut­maß­li­chen Mör­der im Fall Su­san­na, Ali B., an Bord ei­ner Luft­han­sa­ma­schi­ne aus dem Irak zu­rück nach Deutsch­land ge­bracht. Ro­mann ver­tei­dig­te sein Vor­ge­hen ges­tern vor dem In­nen­aus­schuss des Bun­des­ta­ges. Sei­ne Ver­si­on: Al­les war recht­mä­ßig. Der Karls­ru­her Straf­ver­tei­di­ger Da­ni­el Strap­ke er­hebt hin­ge­gen den Vor­wurf, Ro­mann sei „aus ei­ge­nem An­trieb und oh­ne rich­ter­li­che Ent­schei­dung“vor­ge­gan­gen. Es be­ste­he der „Ver­dacht der Frei­heits­be­rau­bung“, sag­te Strap­ke dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND). Die ira­ki­sche Zen­tral­re­gie­rung hat Pro­test bei der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­legt. Jür­gen Mö­thrath, Prä­si­dent des Deut­schen Straf­ver­tei­di­ger­ver­ban­des, sieht Ro­mann an­ge­schla­gen. „Es gab kei­ne Rechts­grund­la­ge“, sag­te er dem RND.

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