Da graut sich was zu­sam­men

Vom Trau­er­fall zum Gru­sel­scho­cker: „Heredita­ry“

Leipziger Volkszeitung - - FILM - VON JÖRG BRAN­DES

An­nie (To­ni Col­let­te) hält ei­ne Trau­er­re­de auf ih­re ver­stor­be­ne Mut­ter El­len. Doch durch ih­re Wor­te klingt hin­durch, dass das Ver­hält­nis zwi­schen ih­nen nicht das bes­te war. Auch An­nies Be­zie­hung zu ih­ren Kin­dern ist pro­blem­be­las­tet. Der halb­wüch­si­ge Pe­ter (Alex Wolff) hat nicht ver­ges­sen, dass ihn sei­ne Ma mal in Le­bens­ge­fahr ge­bracht hat. Sei­ne jün­ge­re Schwes­ter Char­lie (Mil­ly Sh­a­pi­ro) wur­de ei­ne Wei­le zur Oma ab­ge­scho­ben. Da ist es gut, mit dem Psy­cho­the­ra­peu­ten Ste­ve (Ga­b­ri­el Byr­ne) ei­nen Ehe­mann und Va­ter zu ha­ben, der für Aus­gleich sorgt.

„Heredita­ry“– zu Deutsch „Erb­lich“– ist ei­ner je­ner Fil­me, von de­ren Hand­lung man so we­nig wie mög­lich preis­ge­ben soll­te. Es pas­siert et­was un­sag­bar Schreck­li­ches, das dem Zu­schau­er so schnell nicht wie­der aus dem Kopf geht. Und was als Trau­er­fall be­ginnt, en­det als Scho­cker.

Da­bei zeigt sich, dass Re­gis­seur Ari As­ter mit Gru­sel­mo­ti­ven um­ge­hen kann. Be­son­ders To­ni Col­let­te spielt die Am­bi­va­lenz ih­rer An­nie vir­tu­os aus. Am En­de geht die Sub­ti­li­tät al­ler­dings flö­ten. Der Re­gis­seur zollt all de­nen Tri­but, die Bu­den­zau­ber er­war­ten. Ein un­heim­li­ches Ver­gnü­gen bleibt „Heredita­ry“den­noch.

„Heredita­ry“, Re­gie: Ari As­ter, mit To­ni Col­let­te, Alex Wolff, 123 Mi­nu­ten, FSK 16

Fo­to: Sple­ndid

Nack­te Angst: An­nie Gra­ham (To­ni Col­let­te).

Fo­to: Uni­ver­sum

Wehr­haf­te Nei­la: Ca­mé­lia Jorda­na mit Re­gis­seur Yvan At­tal.

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