Der Blick aus der Welt in die Welt

„Lett­re in­ter­na­tio­nal“wird 30 Jah­re alt

Leipziger Volkszeitung - - MEDIEN - VON KRIS­TI­AN TEETZ

D ie­se Zeit­schrift macht es dem Le­ser nicht ein­fach: 37 Zen­ti­me­ter hoch, 27 Zen­ti­me­ter breit ist sie enorm un­hand­lich. Die­se Zeit­schrift ver­öf­fent­licht zu­dem Tex­te, die nicht nur lang, son­dern sehr lang sind. Und doch ist sie je­des Mal wie­der ein gro­ßes Le­se­ver­gnü­gen. Nun wird die „Lett­re in­ter­na­tio­nal“stol­ze 30 Jah­re alt. Und fei­ert sich mit ei­ner hoch­in­ter­es­san­ten Aus­ga­be.

Als die deut­sche Aus­ga­be von „Lett­re in­ter­na­tio­nal“1988 ge­grün­det wur­de, war das Ziel, ei­ne welt­of­fe­ne Zeit­schrift mit Es­says, Re­por­ta­gen, Kom­men­ta­ren, Poe­sie und Kunst zu schaf­fen. Je­des Heft wird von Künst­lern mit­ge­stal­tet, die Ju­bi­lä­ums­num­mer 121 (187 Sei­ten, 17 Eu­ro) zeigt Bil­der von To­bi­as Reh­ber­ger. Er hat auch die Ti­tel­sei­te ge­stal­tet, die in An­spie­lung an den so­zia­lis­ti­schen Bru­der­kuss zwi­schen Leo­nid Bre­schnew und Erich Hone­cker ei­nen neu­en Bru­der­kuss zeigt: „Trans­at­lan­tisch, trans­ka­tho­lisch, trans­ba­ju­wa­risch, in­ter­kul­tu­rell, grenz­über­schrei­tend“, wie es zu Be­ginn des Hef­tes heißt.

Das Ge­burts­tags­heft ha­ben 100 Au­to­ren und Künst­ler ge­stal­tet. Zu den pro­mi­nen­tes­ten ge­hö­ren der deut­sche Kul­tur­phi­lo­soph Karl Heinz Boh­rer, der in­di­sche Es­say­ist Pan­kaj Mishra, der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Mar­cel Hé­n­aff und die schwe­di­sche Schrift­stel­le­rin Sa­ra Strids­berg. Die­se Auf­stel­lung zeigt schon, was „Lett­re in­ter­na­tio­nal“bis heu­te ge­blie­ben ist: ein in­tel­lek­tu­el­les, in­ter­na­tio­na­les, in­ter­dis­zi­pli­nä­res Heft. Dem Grün­dungs­her­aus­ge­ber und Chef­re­dak­teur Frank Ber­be­rich geht es da­bei um nichts we­ni­ger als „Auf­klä­rung in der Welt­ge­sell­schaft“. Ein Pro­jekt mit Zu­kunft.

Fo­to: Lett­re In­ter­na­tio­nal

Ju­bi­lä­ums­heft

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