Eu­ro­päi­sches Kul­tur­er­be­sie­gel für Leip­zi­ger Mu­si­ker­be­stät­ten

Un­ter an­de­rem sind ges­tern die Tho­mas­kir­che, das Ge­wand­haus und die HMT aus­ge­zeich­net wor­den

Leipziger Volkszeitung - - LEIPZIG - VON SOPHIE ASCHENBRENNER

Das Ge­wand­haus, die Ni­ko­lai­kir­che, das Bach-archiv – Leip­zig ist be­kannt für sei­ne mu­si­ka­li­sche Tra­di­ti­on. Ges­tern ha­ben neun wich­ti­ge Leip­zi­ger Mu­si­ker­be-stät­ten das Eu­ro­päi­sche Kul­tur­er­be-sie­gel er­hal­ten. Die Mes­se­stadt ha­be ein „rie­si­ges mu­si­ka­li­sches Er­be“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Jung (SPD) bei der Preis­ver­lei­hung im Fest­saal des Al­ten Rat­hau­ses. „In der Welt­mu­sik­stadt Leip­zig kön­nen die Be­su­cher auf engs­tem Raum der eu­ro­päi­schen Mu­sik­ge­schich­te nach­spü­ren.“

Für Leip­zigs Mu­sik­ge­schich­te und -ge­gen­wart er­hal­ten stell­ver­tre­tend die Tho­mas­kir­che, die Ni­ko­lai­kir­che, das Bach-archiv Leip­zig, die Hoch­schu­le für Mu­sik und Thea­ter „Fe­lix Men­dels­sohnBar­thol­dy“, das Men­dels­sohn-haus, das Schu­mann-haus, die Al­te Ni­ko­lai­schu­le, die Grieg-be­geg­nungs­stät­te, das Ge­wand­haus zu Leip­zig und die Leip­zi­ger No­ten­spur das Eu­ro­päi­sche Kul­tur­er­be­sie­gel.

Ex­tra für die Ze­re­mo­nie reis­te Ti­bor Nav­rac­sics, Eu-kom­mis­sar für Bil­dung, Ju­gend, Kul­tur und Sport, an. „Uns Eu­ro­pä­er eint mehr, als uns trennt“, sag­te er in sei­ner Re­de. Das Kul­tur­er­be-sie­gel sol­le die aus­ge­zeich­ne­ten In­sti­tu­tio­nen da­zu in­spi­rie­ren, von­ein­an­der zu ler­nen und mit­ein­an­der zu ko­ope­rie­ren. „Die 38 Stät­ten auf der Lis­te zei­gen, dass wir ge­mein­sa­me eu­ro­päi­sche Wer­te ha­ben.“

Das Eu­ro­päi­sche Kul­tur­er­be-sie­gel ist ei­ne staat­li­che Aus­zeich­nung für Kul­tur­denk­ma­le, Kul­tur­land­schaf­ten oder Ge­denk­stät­ten, die auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne als be­deu­tend er­ach­tet wer­den. Sie ent­stand 2006 aus ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Initia­ti­ve eu­ro­päi­scher Staa­ten. In Deutsch­land sind un­ter an­de­rem auch das Ham­ba­cher Schloss und die Stät­ten des west­fä­li­schen Frie­dens – das His­to­ri­sche Rat­haus Müns­ter und das Rat­haus Osnabrück – mit dem Sie­gel aus­ge­zeich­net wor­den.

Die Kul­tur sei ein wich­ti­ger Fak­tor für das Zu­sam­men­le­ben in Eu­ro­pa, be­ton­te Eva-ma­ria Stan­ge, säch­si­sche Staats­mi­nis­te­rin für Wis­sen­schaft und Kunst. Ge­ra­de der Mu­sik kom­me da­bei ei­ne be­son­de­re Be­deu­tung zu. „Mu­sik baut Brü­cken – über Län­der­gren­zen, aber auch über die Zei­ten hin­weg“, so Stan­ge. Leip­zig sei als Mu­sik- und Kul­tur­stadt be­reits seit dem Mit­tel­al­ter be­deu­tend für Eu­ro­pa. Vor al­lem die Ver­zah­nung zwi­schen Tra­di­ti­on und Zu­kunft hob auch Se­bas­ti­an Klotz, Pro­fes­sor für Trans­kul­tu­rel­le Mu­sik­wis­sen­schaft, her­vor. Er be­riet die Leip­zi­ger bei der Be­wer­bung. Mu­sik sei in Leip­zig Teil der öf­fent­li­chen Bil­dung und des öf­fent­li­chen Aus­tau­sches. Die aus­ge­zeich­ne­ten Or­te be­zeich­ne­te er als „his­to­ri­sche Ge­dächt­nis­land­schaf­ten“, die auch in die Zu­kunft schau­en – zum Bei­spiel durch Ko­ope­ra­tio­nen mit Schu­len.

Meh­re­re Män­ner schla­gen Frau in Leip­zig

Leip­zi­ger Ho­tel kün­digt du­bio­sem On­line-ver­mitt­ler

Fo­to: An­dré Kempner

Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Eva-ma­ria Stan­ge (2.v.r.) und Eu-kom­mis­sar Ti­bor Nav­rac­sics (3.v.r.) ha­ben ges­tern das Eu­ro­päi­sche Kul­tur­er­be-sie­gel über­ge­ben.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.