Stol­per­stein für er­mor­de­te Dia­ko­nis­se

Leipziger Volkszeitung - - LEIPZIG -

Das Dia­ko­nis­sen­haus und das Dia­ko­nis­sen­kran­ken­haus ge­den­ken mit ei­nem Stol­per­stein der von den Na­zis er­mor­de­ten Schwes­ter Ma­rie Run­kel.

Run­kel ge­hör­te von 1913 bis 1941 fast 30 Jah­re dem Leip­zi­ger Dia­ko­nis­sen­haus an und wid­me­te hier ih­re

Ar­beit der Pfle­ge hil­fe­be­dürf­ti­ger Men­schen. Als die Dia­ko­nis­se in den 1930erJah­ren selbst psy­chisch er­krank­te, fiel sie dem na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­nich­tungs­sys­tem zum Op­fer und wur­de am 17. März 1941 im Al­ter von 62 Jah­ren in der Tö­tungs­an­stalt Pir­na-son­nen­stein er­mor­det.

Mit ei­nem Stol­per­stein soll nun an ihr Schick­sal er­in­nert wer­den. Die Ver­le­gung der Ge­denk­plat­te im Geh­weg vor dem Ein­gang des Dia­ko­nis­sen­mut­ter­hau­ses in der Ge­org-schwarz-stra­ße 49 fin­det am 21. Ju­ni um 9 Uhr statt. Im An­schluss steht ei­ne Ge­denkan­dacht in der Ka­pel­le des Dia­ko­nis­sen­hau­ses, ein Vor­trag zum The­ma „Ns-‚eut­ha­na­sie‘ und Schi­zo­phre­nie da­mals und heu­te“des Me­di­zin­his­to­ri­kers Flo­ri­an Bruns vom Uni­k­li­ni­kum Hal­le und die Er­öff­nung ei­ner Aus­stel­lung über die Dia­ko­nis­se auf dem Pro­gramm.

Fo­to: D. Kn­ofe

Um­welt­mi­nis­ter Tho­mas Schmidt (r.) und Werk­lei­ter Hans-pe­ter Kem­ser.

Ma­rie Run­kel um 1910.

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