Kas­ka­den für Schlum­per­bach fast fer­tig

Ge­wäs­ser er­hält für sei­nen Weg in den Störmt­h2ler See 2ttr2k­ti­ven L2uf

Leipziger Volkszeitung - - RUND UM LEIPZIG - VON OLAF BARTH

GROSSPÖSNA. Wer zur­zeit an der Nord­ost-sei­te des Störmtha­ler Sees zwi­schen den bei­den Aus­sichts­punk­ten un­ter­wegs ist, stößt auf ei­ne ge­wal­ti­ge Bau­stel­le. Vom obers­ten Rand des Han­ges bis zum See ha­ben sich Bag­ger ins Erd­reich ge­gra­ben und Kas­ka­den für ei­nen Was­ser­lauf an­ge­legt.

Das Vor­ha­ben des Pro­jekt­trä­gers Lau­sit­zer und Mit­tel­deut­sche Berg­bau-ver­wal­tungs­ge­sell­schaft (LMBV) nennt sich „Vor­flu­t­ein­bin­dung Schlum­per­bach in den Störmtha­ler See“. Es war im Ok­to­ber vo­ri­gen Jah­res ge­star­tet wor­den (die LVZ be­rich­te­te). Wie Ma­ria Lan­ge von der Lmbv-un­ter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on auf Lvz-nach­fra­ge mit­teil­te, kann „nach der­zei­ti­gem Kennt­nis­stand“die Maß­nah­me plan­mä­ßig bis zum Jah­res­en­de mit der Pflan­zung von Hoch­stäm­men und Sträu­chern zur zu­künf­ti­gen Be­schat­tung des Ge­wäs­sers ab­ge­schlos­sen wer­den. In den Jah­ren da­nach wür­den dann noch die Fer­tig­stel­lungs- und Ent­wick­lungs­pfle­ge fol­gen.

Auf ei­ner Län­ge von 450 Me­tern wird der Schlum­per­bach be­gin­nend ab dem Röd­ge­ner Teich zum Störmtha­ler See ge­führt. Au­ßer­dem wird der Störmtha­ler Bach kurz vor dem Wirt­schafts­weg am ehe­ma­li­gen Ta­ge­bau­rand in den Schlum­per­bach ein­ge­bun­den. In dem Be­reich da­vor be­schrän­ken sich laut Lan­ge die bau­li­chen Maß­nah­men zur Her­stel­lung des Ge­wäs­sers auf Pro­fi­lie­rungs­ar­bei­ten an der Ge­wäs­ser­soh­le. Zu­dem wür­den jet­zi­ge vor­han­de­ne An­la­gen der Was­ser­hal­tung Störm­thal zu­rück­ge­baut.

Von der Bö­schungs­ober­kan­te bis zum See­ni­veau muss in teils stei­ler Hang­la­ge ein Hö­hen­un­ter­schied von cir­ca 35 Me­tern über­wun­den wer­den. Da­für wer­den zehn Kas­ka­den mit ei­ner Tief­grün­dung aus Spund­wand­boh­len her­ge­stellt. Das Was­ser stürzt dann teils bis zu zwei Me­ter hin­ab auf die nächs­te Ebe­ne. So­ge­nann­te Tos­be­cken sol­len die Bil­dung von Ero­sio­nen und Aus­kolk­un­gen ver­hin­dern. Ab­ge­schlos­sen wur­den be­reits im Be­reich zwi­schen dem obe­ren und un­te­ren Rund­weg der Vor­aus­hub so­wie die Be­ton- und Stahl­be­ton­ar­bei­ten zur Her­stel­lung der Kas­ka­den. „Der­zeit er­fol­gen die Ver­blend­ar­bei­ten mit Na­tur­stein an den Kas­ka­den. Zum Ab­schluss er­fol­gen noch­mals Erd­ar­bei­ten zur End­pro­fi­lie­rung des Ge­län­des“, be­schreibt Lan­ge den mo­men­ta­nen Ar­beits­stand und die künf­ti­gen Schrit­te. Dort, wo der Bach die bei­den Rund­we­ge kreuzt, sei­en be­reits Durch­läs­se her­ge­stellt und die As­phal­t­ar­bei­ten an den We­gen in die­sen Be­rei­chen be­en­det wor­den. Im Zu­ge die­ser Ar­bei­ten muss­te tem­po­rär auch ei­ne Gas­lei­tung um­ver­legt wer­den.

Im Be­reich vom un­te­ren Rund­weg bis hin zum See lau­fen der­zeit noch die Be­ton- und Stahl­be­ton­ar­bei­ten. An­schlie­ßend er­fol­gen die Kas­ka­den-ver­blen­dung und die End­pro­fi­lie­rung. Bei dem für die Ver­blen­dung der Kas­ka­den­ko­lon­nen ge­nutz­ten Na­tur­stein han­delt es sich um Quarz­schie­fer, der ei­ne blau­graue Schat­tie­rung auf­weist und die Be­zeich­nung „Theu­ma­er Frucht­schie­fer“trägt. Ins­ge­samt muss ei­ne Flä­che von 215 Qua­drat­me­ter ver­blen­det wer­den.

Zu den kon­kre­ten Kos­ten für die­ses Vor­ha­ben macht die LMBV kei­ne An­ga­ben. Die Aus­ga­ben wür­den in die Ge­samt­maß­nah­men zur Braun­koh­le­sa­nie­rung mit ein­flie­ßen und nicht ex­tra als Ein­zel­maß­nah­me auf­ge­führt wer­den, sag­te Lan­ge auf Nach­fra­ge. Die­ses Vor­ha­ben sei ei­ne eher klei­ne­re Bau­maß­nah­me. Die Gel­der da­für kom­men aus den Haus­hal­ten des Bun­des und des Frei­staa­tes Sach­sen. Nach of­fi­zi­ell nicht be­stä­tig­ten Lvz-in­for­ma­tio­nen wer­den für die­sen Bach­ver­lauf fast zehn Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­ge­ben. Grund­la­ge für das Vor­ha­ben ist der Pl­an­fest­stel­lungs­be­schluss von 2008, wo­nach der Bach in den See ein­ge­bun­den wer­den muss, da­mit sich dort auf Dau­er selbst­re­gu­lie­ren­de Was­ser­ver­hält­nis­se ein­spie­len kön­nen.

Die Ge­mein­de­ver­wal­tung Groß­pös­na hat bei die­sem Vor­ha­ben auf die Kas­ka­den­lö­sung ge­gen­über ei­ner schmuck­lo­sen Was­ser­ein­lei­tung in den See be­stan­den. „Wenn schon, dann muss so ein Vor­ha­ben für un­se­re Neu­se­en­land­schaft auch ei­nen tou­ris­ti­schen Mehr­wert er­brin­gen“, hat­te un­längst Bür­ger­meis­te­rin Ga­b­rie­la Lantzsch (par­tei­los) noch ein­mal be­kräf­tigt. Ein Hin­gu­cker ist die­ses Pro­jekt jetzt schon, auch oh­ne Was­ser.

Fo­to: Ol2f B2rth

Hier ent­steht der Zuf­luss des Schlum­per­bachs in den Störmtha­ler See.

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