The­ma Si­cher­heit spielt wich­ti­ge Rol­le

Größ­tes Fan­fest in Ber­lin am Bran­den­bur­ger Tor

Leipziger Volkszeitung - - SPORT -

BER­LIN. Am Bran­den­bur­ger Tor wird auch in die­sem Som­mer Deutsch­lands größ­tes Fan­fest statt­fin­den. Bis zu 200 000 Men­schen fin­den auf der Flä­che Platz. Auf sie­ben gro­ßen Bild­schir­men wer­den aus­ge­wähl­te Wm-spie­le ge­zeigt. Die Xxl-fan­mei­le wur­de zum ers­ten Mal zur WM 2006 ein­ge­rich­tet. Si­cher­heit bei Groß­ver­an­stal­tun­gen war da noch kein zen­tra­les The­ma. 2014 wur­de schon deut­lich mehr Auf­wand ge­trie­ben.

Ein­ein­halb Jah­re nach dem is­la­mis­ti­schen An­schlag auf den Ber­li­ner Weih­nachts­markt mit zwölf To­ten spielt die Si­cher­heit auf der Wm-fan­mei­le in die­sem Jahr ei­ne noch grö­ße­re Rol­le als bei frü­he­ren Groß­ver­an­stal­tun­gen. Die Zu­fahrts­stra­ßen zu der Par­ty­zo­ne am Bran­den­bur­ger Tor wer­den von der Po­li­zei mit neu­en was­ser­ge­füll­ten Bar­ri­ka­den blo­ckiert. So sol­len An­schlä­ge mit Au­tos oder Last­wa­gen ver­hin­dert wer­den.

Er­neut wird das gan­ze Ge­län­de am Tier­gar­ten mit ho­hen Git­tern ab­ge­sperrt. Nur über be­stimm­te Ein­gän­ge kom­men die Fuß­ball­fans in den be­wach­ten Be­reich. Rund 500 Wach­leu­te wer­den im Ein­satz sein, wie ei­ne Spre­che­rin sag­te. Sie kon­trol­lie­ren an den Git­tern und den vier gro­ßen Ein­gän­gen, pa­trouil­lie­ren aber auch durch den Tier­gar­ten und über die Fan­mei­le selber. Auch die Po­li­zei schickt Strei­fen, die in­ner­halb und au­ßer­halb des Par­ty­ge­län­des auf der Stra­ße des 17. Ju­ni un­ter­wegs sind.

Die Lis­te der Ob­jek­te, die auf der Fan­mei­le ver­bo­ten sind, ist in die­sem Jahr län­ger denn je. Un­ter­sagt sind ins­be­son­de­re Ruck­sä­cke, gro­ße Ta­schen und Kof­fer. Er­laubt sind nur klei­ne Hand­ta­schen und Beu­tel. Ver­bo­ten sind Al­ko­hol, Fla­schen, Be­cher aus har­tem Ma­te­ri­al, Lär­min­stru­men­te, Ge­gen­stän­de, die als Wurf­ge­schoss be­nutzt wer­den kön­nen, grö­ße­re Fah­nen- oder Trans­pa­r­ent­stan­gen so­wie Tie­re und La­ser-poin­ter.

Der Ver­an­stal­ter der Fan­mei­le muss­te ein mehr als 100 Sei­ten um­fas­sen­des Si­cher­heits­kon­zept aus­ar­bei­ten. Die Po­li­zei warn­te vor Ta­schen­die­ben: „Neh­men Sie mög­lichst kei­ne Wert­ge­gen­stän­de und nur we­nig Bar­geld mit. Las­sen Sie Ge­gen­stän­de, auch Ge­trän­ke, nie un­be­auf­sich­tigt.“Eben­so sol­le Ab­stand zu ag­gres­si­ven Men­schen und Grup­pen ge­hal­ten wer­den. Falls Frau­en sich be­läs­tigt füh­len, soll­ten sie auf sich auf­merk­sam ma­chen und an­de­re um Hil­fe bit­ten.

LEIN­WAND IN DER OST­SEE

Wäh­rend in Sach­sen das In­ter­es­se am Fuß­ball­schau­en auf öf­fent­li­chen Plät­zen eher ver­hal­ten ist, dürf­ten sich vie­le Ur­lau­ber da­für in­ter­es­sie­ren, dass in Meck­len­burg-vor­pom­mern meh­re­re Ver­an­stal­tun­gen an­ge­bo­ten wer­den. Am Strand von He­rings­dorf auf der In­sel Use­dom bei­spiels­wei­se: „Wir sind das ein­zi­ge Pu­b­lic-viewing, bei dem die Lein­wand nicht am Meer, son­dern im Meer steht“, sagt Kur­di­rek­tor Tho­mas Heil­mann. Auch in Schwe­rin und Neu­bran­den­burg wird es gro­ße Ver­an­stal­tun­gen für meh­re­re Tau­send Be­su­cher ge­ben.

Fo­to: An­dré Kempner

Gu­te Stim­mung herrscht bei Spie­len der deut­schen Na­tio­nal­mann­schaft seit 2010 am Mu­sik­pa­vil­lon im Zet­kin-park.

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