AFD fürch­tet Ra­di­ka­le in Par­tei­ju­gend

Leipziger Volkszeitung - - POLITIK - Jps

BERLIN. Der Afd-bun­des­vor­stand sorgt sich um mög­li­che Fol­gen der Ra­di­ka­li­sie­rung sei­ner Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­ti­on Jun­ge Al­ter­na­ti­ve (JA). „Wir dür­fen nicht ris­kie­ren, dass die JA ein Fall für den Ver­fas­sungs­schutz wird“, heißt es in AFDVor­stands­krei­sen ge­gen­über dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND). Der Afd-vor­stand be­auf­trag­te nach Rnd-in­for­ma­tio­nen sei­ne Mit­glie­der Andre­as Kal­bitz und Gui­do Reil, bis zum 22. Ju­ni über die La­ge in der JA Be­richt zu er­stat­ten. Auch der Ja-vor­sit­zen­de Da­mi­an Lohr ist ge­la­den.

Beim jüngs­ten Ja-bun­des­kon­gress in See­bach (Thü­rin­gen) wur­den un­ter an­de­rem mehr­fach al­le Stro­phen des Deutsch­land­lie­des ge­sun­gen. In ei­nem Brief an den Afd-vor­stand, der dem RND vor­liegt, be­kla­gen sich vier Ja-füh­rungs­ka­der, dar­un­ter der Vi­ze-vor­sit­zen­de Ni­co­lai Bou­daghi aus NRW, über die ag­gres­si­ven Ra­di­ka­len in der Or­ga­ni­sa­ti­on und for­dern die Mut­ter­par­tei zum Han­deln auf.

Un­ter an­de­rem heißt es dar­in, dass „von teils rang­ho­hen Funk­tio­nä­ren mehr­fach Be­lei­di­gun­gen wie ,Bas­tar­de‘ oder ,Rat­ten‘ in Rich­tung ge­mä­ßig­ter Mit­glie­der ge­äu­ßert wur­den“. Aus dem AFDVor­stand heißt es, mög­li­che Sank­tio­nen könn­ten das Strei­chen fi­nan­zi­el­ler Un­ter­stüt­zung oder gar die Aber­ken­nung des Sta­tus als of­fi­zi­el­le Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on sein.

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