Be­ru­fungs­af­fä­re: Ober­lan­des­ge­richt kippt Ur­teil

Leipziger Volkszeitung - - LEIPZIG - Mwö

Frei­spruch in zwei­ter In­stanz für den Frei­staat: Das Ober­lan­des­ge­richt Dres­den hat im Fall des Er­zie­hungs­wis­sen­schaft­lers Sh­ahram Azi­zi Gh­an­ba­ri das Ur­teil des Leip­zi­ger Land­ge­richts vom Mai 2017 ge­kippt. So­mit er­hält der mitt­ler­wei­le in Mün­chen leh­ren­de For­scher doch kei­ne Mil­lio­nen­ab­fin­dung aus Sach­sen. Wie be­rich­tet, hat­ten ihm die Leip­zi­ger Rich­ter sei­ner­zeit Be­sol­dungs- und Ver­sor­gungs­an­sprü­che rück­wir­kend bis 2012 und vor­aus­bli­ckend bis 2029 zu­ge­spro­chen.

Gh­an­ba­ri hat­te ge­klagt, weil ihn die Uni­ver­si­tät Leip­zig trotz Emp­feh­lung durch das Aus­wahl­gre­mi­um nicht zum Pro­fes­sor für Kom­pe­tenz­ent­wick­lung und le­bens­lan­ges Ler­nen be­ru­fen hat­te. Nach An­sicht der über­ge­ord­ne­ten In­stanz in Dres­den hat­te der heu­te 55-Jäh­ri­ge da­zu je­doch auch kein Recht, weil „grund­sätz­lich“kein „An­spruch auf die Be­ru­fung zum Pro­fes­sor“exis­tie­re. An­ders als die Leip­zi­ger Rich­ter ver­neint das Ober­lan­des­ge­richt dar­über hin­aus, „dass die Rek­to­rin bei ih­rer Ent­schei­dung will­kür­lich ge­han­delt“ha­be, heißt es in der Ur­teils­be­grün­dung. Uni-rek­to­rin Bea­te Schü­cking sei nicht an den Vor­schlag des Fa­kul­täts­rats ge­bun­den ge­we­sen, Gh­an­ba­ri zu be­ru­fen. Ei­ne wei­te­re Re­vi­si­on ist nicht zu­ge­las­sen.

Sh­ahram Azi­zi Gh­an­ba­ri

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