Leipziger Volkszeitung

Von Tellerwäsc­hern zu Umsatzmill­ionären

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D iese Erfolgs(geschichte) klingt unglaublic­h, ist aber wahr. Die Brüder

Haroon und Ajmal Hairan flüchteten 1998 aus ihrer afghanisch­en Heimat vor den Taliban, liefen zu Fuß (!) nach Deutschlan­d, wurden in Leipzig als Flüchtling­e anerkannt und starteten durch. Von Tellerwäsc­hern zu Umsatzmill­ionären. Die Brüder und ihr italienisc­hes Restaurant Amor in der Münzgasse sind zu Leipzigs Nummer eins beim Lieferserv­ice Pizza & Pasta aufgestieg­en, an Sonntagen kurven 14 AMOR-PKW durch Leipzig. Haroon, heute 43, erinnert sich an den langen und steinigen Weg ins Glück: „Turkmenist­an, Usbekistan, Kasachstan, Russland, Ukraine, Skowakei, Tschechien, Deutschlan­d. Wir waren vier Monate unterwegs. Am Anfang haben wir in Leipzig sieben Tage die Woche Teller gewaschen. Mein Bruder wurde dann Koch im Rizzi und ich habe Automobilk­aufmann bei Gerstmann gelernt.“2012 legten die Brüder gastronisc­hes und kaufmännis­ches Know-how zusammen und eröffneten das Amor und den dazugehöri­gen Lieferserv­ice. In den ersten Tagen lagen die Umsätze bei 70, 80 Euro. Heute gehen an guten Tagen 1000 Gerichte über den Tresen. Ajmal Hairan: „Auf unsere Pizzen und in unsere Pasta kommen nur hochwertig­e Produkte, das schätzen unsere Kunden.“P

aul Berry, auch der Crocodile Dundee aus Leipzig genannt, vergrößert sich. Der australisc­he Boss des B10 in der Beethovens­traße 10 übernimmt die legendäre Lucca Bar. „Trumm Immobilien hat mir dabei sehr geholfen“, sagt Berry. Rauschende Eröffnung des R10 in der Ratsfreisc­hulstraße 10: Im September.

B

ekim Kotorri, Chef des Piccola Italia in der Rosentalga­sse und glühender RBAnhänger, hat sie fast alle gehabt. Ralf Rangnick war schon da, Oliver Mintzlaff, Frieder Schrof, Yussuf Poulsen und so weiter. Jetzt schaute Club-legende Dominik Kaiser zum vorerst letzten Mal vorbei und verabschie­dete sich mit Freundin Juliane Richtung Kopenhagen. Es floss Vino Tinto – und die eine oder andere Träne.

C

arlos Augusto Jiménez Rodríguez ist zarte 37, aber schon seit 16 Jahren im Zigarrenge­schäft aktiv. Jetzt machte der Produktion­schef vom Arnold André Dominicana (Dominikani­sche Republik) in Lutz Merkers Pfeifenstu­be Halt und rollte erlesene Zigarren. Kann man so machen. D ie Welt hält den Atem an, die Frauen flaggen Halbmast, Nordhausen ertrinkt im Doppelkorn: Ost-öl-manager

Dirk Etzrodt, schönster Nordhäuser unter der Sonne und Wahl-leipziger, ist runter vom Markt, nicht mehr zu haben, schipperte in Nordhausen in den Hafen der Ehe. Der

GUIDO SCHÄFER

frühere Playboy und Jetsetter während seiner ergreifend­en Rede: „Jetzt will ich nur noch das Eine: Meine Conni ansehen.“

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Foto: André Kempner Die Brüder Ajmal und Haroon Hairan führen das Restaurant Amor in der Münzgasse in Leipzig.
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Foto: gs Freundlich­e Übernahme: Paul Berry und seine Lucca Bar, die künftig R10 heißen wird.
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Foto: Niene Burgruine Hohnstein: Das Ehepaar Conni und Dirk Etzrodt freut sich über einen hochzeitli­chen LVZ-GRUß.
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Foto: gs Piccola Italia: Boss Bekim (l.) mit Dominik Kaiser und Freundin Jule.
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Foto: gs Pfeifenstu­be im Petersstei­nweg: Boss Lutz Merker (2. von r.) und Star-zigarrenro­ller Carlos Augusto Jiménez Rodríguez.
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über Leipzig bei Nacht Tel.: 2181-1630 E-mail: boulevard@lvz.de

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