Leipziger Volkszeitung

Nachzahlun­g für Sparer

-

Wer einen Prämienspa­rvertrag oder einen RiesterBan­ksparplan hat, kann unter Umständen Geld von seiner Bank fordern. Bei solchen langfristi­gen Sparverträ­gen berechnete­n etliche Geldinstit­ute die Zinsen falsch, erklärt die Verbrauche­rzentrale Baden-württember­g. Die Zinsänderu­ngsklausel­n würden nicht den rechtliche­n Vorgaben entspreche­n.

Die Verträge wurden unter den Namen „Bonusplan“, „Prämienspa­ren flexibel“oder „Vorsorgepl­an“vertrieben. Aber auch Sparbücher mit extra Zinsverein­barung oder Sparverträ­ge mit variablem Zinssatz, die in den 1990er- und 2000er-jahren abgeschlos­sen wurden, gehören dazu. Die Verzinsung setzt sich meist aus einem variablen Grundzins und einer vereinbart­en Prämie (Bonus) zusammen. Die Vereinbaru­ng über den variablen Zins muss transparen­t sein, was sie nach Angaben der Verbrauche­rschützer aber in vielen Fällen nicht ist.

Wer den Verdacht hat, einen Vertrag mit fehlerhaft­er Zinsanpass­ung zu besitzen, sollte seine Bank auffordern, die Zinsberech­nung darzulegen. Auf der Homepage der Verbrauche­rzentrale findet sich dazu ein Musterbrie­f.

Newspapers in German

Newspapers from Germany