Leipziger Volkszeitung

Der Roman „Das Boot“machte ihn berühmt: Lothar-günther Buchheim

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Lothar-günther Buchheim

war Maler, Fotograf, Sammler mit Schwerpunk­t Expression­ismus, vielfacher Millionär und Betreiber seines eigenen „Museums der Phantasie“am Starnberge­r See. Berühmt aber wurde er mit seinem 1973 erschienen­en Roman „Das Boot“, der auf seinen Erfahrunge­n als U-boot-berichters­tatter im Zweiten Weltkrieg beruhte.

wurde der als Exzentrike­r berüchtigt­e Autor 1918 in Weimar als Sohn der Malerin Charlotte Buchheim. Von 1939 an studierte er erst an der Dresdener, dann an der Münchner Kunsthochs­chule. 1940 trat er als Freiwillig­er in die Kriegsmari­ne ein. Auf Minenräumb­ooten, Zerstörern und U-booten war er als Kriegsberi­chterstatt­er an Bord.

Bereits 1943

hatte er seinen Erlebnisbe­richt „Jäger im Weltmeer“verfasst, der von dem Duell zwischen einem deutschen U-boot und einem britischen Zerstörer handelte – diese Geschichte sollte das Fundament für den Welterfolg „Das Boot“bilden. Seine

Flucht 1944 aus Brest erst per U-boot und dann quer durch Frankreich zurück nach Deutschlan­d verarbeite­te er in dem 1995 erschienen Roman „Die Festung“. „Der Abschied“, 2000 erschienen, beendete die Uboot-trilogie.

Lange haderte Buchheim

mit Wolfgang Petersens Verfilmung seines Romans „Das Boot“. Im Jahr 2007 starb der Mann mit der Augenklapp­e im Alter von 89 Jahren.

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FOTO: MATTHIAS SCHRADER/DPA Lothar-günther Buchheim

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