Leipziger Volkszeitung

Wie läuft es mit der Maskenpfli­cht in Bussen und Bahnen?

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Es ist stiller geworden. Sowohl auf den Gleisen als auch in den Fahrgast-räumen. Noch stiller als es eh schon ist. Die Masken haben viele Bürger verstummen lassen. Zu mühsam ist es, sich durch den Stoff hinweg zu unterhalte­n, findet Max Weise. Der 25-Jährige schreibt gerade seine Doktorarbe­it und nimmt deshalb regelmäßig die Bahn. Eine Maske trägt er seit Montag. „Gewöhnungs­bedürftig. Aber es wird von Mal zu Mal besser.“Kommunikat­ion ist mit den Schutzmask­en jedoch kaum möglich. „Man merkt das.

Es ist wirklich ruhig in den Bahnen. Jeder ist für sich.“

Diana Avramova nutzt das Warten auf die Bahn für ein wenig Frische um die Nase. „Man bekommt einfach schlecht Luft mit der Maske“, so die 64-Jährige. Dennoch: Solange die Maske nicht überall im öffentlich­en Raum Pflicht ist, nimmt Avramova sie ab, wenn es nur geht.

Unter den Leipzigern herrscht viel Verständni­s für die Regelung. Alles ist recht für ein wenig mehr Bewegungsf­reiheit und Sicherheit­sgefühl. Diejenigen, bei denen das noch nicht angekommen ist oder die es schlichtwe­g nicht geschafft haben, eine Maske zu ergattern, für die wurden Informatio­nsteams

zusammenge­stellt: Mitarbeite­r der Stadt Leipzig, die ihren Platz am Schreibtis­ch temporär gegen eine Patrouille

an den wichtigste­n Haltepunkt­en getauscht haben.

Seit Montag zeigen sie in gelber Warnweste Präsenz. „Wir sollen vornehmlic­h Flyer verteilen, Hinweise geben und aufklären“, sagt ein Mitarbeite­r des Einsatztea­ms, der sonst im Bafög-amt arbeitet. „Das läuft soweit gut. Viel eingreifen müssen wir nicht. Man spürt auf jeden Fall eine Entwicklun­g von Montag auf heute.“50 Personen arbeiten in der Infotruppe, die die LVB unterstütz­en. Ab Montag übernimmt dann das Ordnungsam­t.

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FOTO: DIRK KNOFE Passagiere in der Linie 15.

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