Leipziger Volkszeitung

Reichen 150 Euro für neuen Laptop? Gemischtes Echo auf Digital-soforthilf­e des Bundes für Schüler

- Info Mehr dazu: www.lvz.de/schule

Die Ankündigun­g der Bundesregi­erung, benachteil­igte Schüler in der Corona-krise mit digitalen Hilfsmitte­ln auszustatt­en, ist in Sachsen mit gemischten Gefühlen aufgenomme­n worden. Für Gew-landesvors­itzende Ursula Marlen Kruse sind die veranschla­gten insgesamt 50 Millionen Euro für die digitale Aufrüstung immerhin ein „Schritt in die richtige Richtung.“Allerdings dürfe nicht aus den Augen verloren werden, „dass Kinder auch mit einem neuen Laptop nicht unbedingt mehr Unterstütz­ung beim häuslichen Lernen erhalten werden“, so Kruse gestern gegenüber der LVZ. Der Vorsitzend­e des Landeselte­rnrats Michael Gehrhardt fragt sich, ob die laut Bundesregi­erung eingeplant­en 150 Euro für jeden Betroffene­n überhaupt helfen können: „Wenn ich mir eine Familie mit Hartz 4 vorstelle: Wie sollen die sich von 150 Euro einen Laptop kaufen? Die Geräte kosten doch mindestens 200 Euro mehr.“Zudem sei völlig unklar, wer überhaupt als bedürftig angesehen wird: „Ist das ein Schüler, dessen Eltern wenig Geld haben oder einer, der noch keinen Laptop zu Hause hat oder einer, der in einer Region ohne Internet wohnt?“, will Gehrhardt wissen. M. Puppe

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