Li­ga-los­glück für die Svl-keg­ler

Nur drei von vier Lan­des­meis­tern da­bei

Leipziger Volkszeitung - - SPORT - Kers­tin Förs­ter

Leip­zig. Wenn im Fußball ge­lost wird, sind die „Glücks­fe­en“pro­mi­nent, hübsch oder bei­des. Werner Kieß­ling, Sport­wart im Keg­ler­ver­band Sach­sen und Vi­ze­prä­si­dent des SV Leip­zig, hat schon di­ver­se Aus­lo­sun­gen ver­folgt. Doch dass er ein­mal ein ähn­li­ches Pro­ze­de­re über­wa­chen muss, hät­te der Ex­per­te sich nie träu­men las­sen. Dass es für Leip­zig ein Hap­py End gibt, hat al­les sei­ne Rich­tig­keit.

Kur­zer Rück­blick. Im Co­ro­na be­ding­ten Plan­spiel der Keg­ler blieb nach Ver­strei­chen von zwei Zeit­fens­tern nur die Va­ri­an­te C. Der Dach­ver­band DKBC hat­te für die Bun­des­li­gen die Marsch­rou­te aus­ge­ge­ben, die Li­gen auf bis zu zwölf Teams (der­zeit zehn) auf­zu­sto­cken. Da­mit stei­gen al­le vier Staf­fel­ers­ten der 2. Li­ga di­rekt auf. In der ak­tu­el­len Kon­stel­la­ti­on lei­der nicht Mar­kran­städt.

Mög­lichst soll­ten in­des ein­ma­lig al­le Lan­des­meis­ter Auf­stei­ger sein. In die neue 2. Li­ga Ost wür­de der SV Leip­zig auf­stei­gen. We­gen ver­schie­de­ner Kon­stel­la­tio­nen wä­re die­se Staf­fel aber mit 13 Teams be­stückt ge­we­sen. Das sei spiel­tech­nisch (26 Spiel­ta­ge) nicht durch­führ­bar. Da­her hieß es, dass von den Lan­des­meis­tern Bran­den­burg, Ber­lin, Sach­sen-an­halt und Sach­sen drei Neu­lin­ge aus­ge­lost wer­den. „Der vier­te bleibt auf der Stre­cke – schlimms­ten­falls der säch­si­sche Lan­des­meis­ter“, skiz­zier­te Kieß­ling An­fang April und hat­te als Lei­ter der Li­gen­struk­tur-kom­mis­si­on im DKBC ein qua­li­fi­zier­tes Los­ver­fah­ren de­fi­niert. Es pas­sier­te am 12. Mai auf der Ke­gel­bahn in Mar­kran­städt, oh­ne Pu­bli­kum, da­für mit vier ver­trau­ens­wür­di­gen Zie­hungs­men­schen, ei­nem Be­ob­ach­ter – und Ab­stand.

Ein Schatz­meis­ter, ein Prä­si­dent, ei­ne Zoll­be­am­tin und ei­ne in­ter­na­tio­na­le Schieds­rich­te­rin wa­ren in­vol­viert. Statt Lo­s­ku­geln (Kieß­ling: „Die hät­te ich in Mainz an­for­dern kön­nen“) er­füll­ten Pa­pier­zet­tel den Zweck. Al­les, eben­so wie der Wahl­gang an sich, war mit dem Dkbc-sport­di­rek­tor ab­ge­spro­chen. Den Zie­hungs­aus­gang er­fuh­ren die Lan­des­sport­war­te zu­erst.

Die Zu­sam­men­set­zung der Bun­des- und Ver­bands­li­gen steht noch un­ter dem Vor­be­halt, dass ein Rechts­streit (An­fech­tung des Zu­stan­de­kom­mens des Co­ro­na-li­gen­pla­nes) po­si­tiv für den DKBC en­det. In ei­nem Län­der­spor­trat An­fang Ju­ni soll al­les nach­träg­lich le­gi­ti­miert wer­den.

FO­TO: DPA

20. Mai 2010, Tri­umph in der Cham­pi­ons Le­ague: Tor­hü­te­rin und Match­win­ne­rin An­na Felicitas Sar­holz (grün) und ihr Team lau­fen ju­belnd auf den Ra­sen.

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