Pri­va­te Mails: Der Chef darf nicht al­les

Lindauer Zeitung - - MULTIMEDIA -

FRANK­FURT (dpa) - Ver­bie­tet der Chef das Schrei­ben von pri­va­ten EMails wäh­rend der Ar­beits­zeit, hat er ge­wis­se Kon­troll­rech­te. So darf er äu­ße­re Da­ten - wie Zeit­punkt der Ab­sen­dung und die an­ge­schrie­be­ne Adres­se über­prü­fen. Und er kann kon­trol­lie­ren, ob die Nach­richt ei­nen dienst­li­chen Cha­rak­ter hat. Dar­auf weist der Bund-Ver­lag in sei­nem Blog für Be­triebs­rä­te hin. Den­noch darf der Ar­beit­ge­ber den In­halt der Nach­richt nicht oh­ne Wei­te­res le­sen. Denn ei­ne um­fas­sen­de oder au­to­ma­ti­sier­te Über­wa­chung der E-Mails ist un­zu­läs­sig. Auch ei­ne tech­ni­sier­te Über­wa­chung mit Hil­fe ei­ner Kon­troll­soft­ware ist ein Ein­griff in die Per­sön­lich­keits­rech­te der Be­schäf­tig­ten. Der Chef darf al­so höchs­tens Stich­pro­ben durch­füh­ren, um zu über­prü­fen, ob der Be­schäf­tig­te sich an die Re­geln hält. Aus­nah­me: Es be­steht ein be­grün­de­ter Ver­dacht ei­ner Straf­tat - et­wa ei­ner Ver­un­treu­ung oder der Ver­let­zung von Ge­schäfts­ge­heim­nis­sen - oder ei­ner gra­vie­ren­den Pflicht­ver­let­zung.

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