„Was das Me­dia­le an­geht, möch­te ich heu­te kein Pro­fi sein“

In­ter­view mit Ulf Kirs­ten / Zer­rung lässt kei­nen Ein­satz beim Bu­den­zau­ber Ems­land zu / „Lingen ist sehr gut or­ga­ni­siert“

Lingener Tagespost - - EMSLANDSPORT -

LINGEN Beim Bu­den­zau­ber Ems­land ha­ben sich vie­le ehe­ma­li­ge Fuß­ball­grö­ßen die Eh­re ge­ge­ben. Ne­ben Welt­meis­ter Olaf Thon, der als Te­am­chef des FC Schal­ke 04 mit­wirk­te, war un­ter an­de­ren auch Ulf Kirs­ten am Spiel­feld­rand für Bay­er Le­ver­ku­sen da­bei. War­um er kurz­fris­tig nicht mit­spie­len konn­te und wie es ist, die Rou­te 66 in den USA mit der Har­ley Da­vid­son her­un­ter­zu­fah­ren, ver­rät der „Schwat­te“im In­ter­view:

Herr Kirs­ten, Sie muss­ten Ih­ren an­ge­kün­dig­ten Auf­tritt wie­der ab­sa­gen. Was wa­ren die Be­weg­grün­de? Ich ha­be mich letz­te Wo­che beim Hal­len­tur­nier in Ber­lin an der Wa­de ver­letzt. Ich ha­be es am Don­ners­tag noch mal ver­sucht, aber bei ei­ner Zer­rung macht es ein­fach kei­nen Sinn.

Sie ha­ben es sich trotz­dem nicht neh­men las­sen, nach Lingen zu kom­men. Was sind jetzt Ih­re Auf­ga­ben? Ich hat­te ja ver­spro­chen, dass ich vor­bei­kom­me, auch wenn ich ver­letzt bin. Das hal­te ich na­tür­lich ein. Ich bin jetzt als Trai­ner tä­tig.

Sie wa­ren bei gleich zwei Hal­len­tur­nie­ren hin­ter­ein­an­der. Ist das et­was, was Ih­nen Spaß macht?

Ich hat­te zu­vor seit Ewig­kei­ten kein Hal­len­tur­nier mehr ge­spielt. Das letz­te war vier oder fünf Jah­re her. Ber­lin ist na­tür­lich im­mer ei­ne tol­le Sa­che, aber auch Lingen ist sehr gut or­ga­ni­siert.

Sie spie­len lo­gi­scher­wei­se in der Le­ver­ku­se­ner Tra­di­ti­ons­mann­schaft. Wie oft se­hen Sie sich mit der Trup­pe?

Wir tref­fen uns je­de Wo­che. Je­den Mitt­woch se­hen wir uns beim Trai­ning.

Sie ha­ben So­ci­al-Me­di­aKa­nä­le wie Ins­ta­gram oder Twit­ter wie vie­le ak­ti­ve Fuß­bal­ler für sich ent­deckt. Wür­den Sie noch mal tau­schen und wie­der Fuß­ball­pro­fi in der heu­ti­gen Zeit sein?

Was das Me­dia­le an­geht, möch­te ich kein Pro­fi mehr sein. Fuß­ball spie­len, wenn man jung ist, ist na­tür­lich su­per. Vor al­lem, wenn man sein Hob­by zum Be­ruf ma­chen kann. Aber das Me­dia­le ist heu­te we­sent­lich mehr als frü­her.

Über So­ci­al Me­dia ha­ben Ih­re Fans un­ter an­de­rem er­fah­ren, dass Sie 2018 die be­rühm­te Rou­te 66 in den USA mit ei­ner Har­ley-Da­vid­son 3600 km in Rich­tung Las Ve­gas lang­ge­fah­ren sind. Wie war das für Sie?

Die­sen Traum ha­be ich mir zum 50. Ge­burts­tag ge­wünscht und ha­be ihn jetzt drei Jah­re spä­ter ver­wirk­licht. Ne­ben mei­ner Frau wa­ren auch noch Freun­de von uns da­bei. Auf der Stre­cke ha­ben wir auch an­de­re Leu­te ken­nen­ge­lernt, mit de­nen wir noch Kon­takt hal­ten. In den kom­men­den Jah­ren pla­nen wir, ei­ne wei­te­re Stre­cke zu fah­ren, dann aber in ei­ne an­de­re Rich­tung.

Sind Sie ei­gent­lich das ers­te Mal im Ems­land, oder ha­ben Sie frü­her schon mal hier ge­spielt?

In Lingen oder Mep­pen ha­be ich nie ge­spielt, mei­ne ich. Aber ich kann mich an ei­ni­ge Du­el­le mit der zwei­ten Mann­schaft von Bay­er ge­gen Em­den er­in­nern. Da ha­ben wir mit der jun­gen Trup­pe meis­tens auf die Müt­ze ge­kriegt (lacht).

Fo­to: Lars Schrö­er

Skep­ti­scher Blick zur Uhr: Ulf Kirs­ten hät­te ger­ne mit­ge­wirkt.

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