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Lingener Tagespost - - POLITIK -

Der Nord-Stream-Streit be­wegt die Neu­bran­den­bur­ger:

„Dass Frank­reich sich zu ei­nem sol­chen Ma­nö­ver hat hin­rei­ßen las­sen, zeigt, wie ge­stört die in­ter­na­tio­na­len Be­zie­hun­gen der­zeit sind. Das muss zu den­ken ge­ben. Eben­so wie es zu den­ken ge­ben In Mag­de­burg merkt man zum sel­ben The­ma an:

„Die meis­ten EU-Län­der und ei­gent­lich auch Frank­reich sind ge­gen die Pi­pe­line. Auch die USA wol­len Nord Stream 2 nicht. Der auf den letz­ten Drü­cker ge­fun­de­ne Kom­pro­miss be­schnei­det zu­min­dest Und hier heißt es zur La­ge der So­zi­al­de­mo­kra­ten:

„Die SPD hat kei­nen Kom­pass. Mal will sie die Bür­ger mit so­zia­len Wohl­ta­ten be­glü­cken, spä­ter fällt ihr wie­der ein: Auch So­zis müs­sen be­wei­sen, dass sie mit Geld um­ge­hen kön­nen, erst recht, muss, mit welch bra­chia­len Me­tho­den die US-Re­gie­rung, der Draht­zie­her hin­ter der fran­zö­si­schen Vol­te, ein Pro­jekt zu ver­hin­dern ver­sucht, das ein­deu­tig nicht der Ver­rin­ge­rung der Ener­gie­si­cher­heit dient, son­dern de­ren Er­hö­hung.“ Russ­lands weit­ge­hen­de Hand­lungs­frei­heit in Be­zug auf ,Gas­hahn auf oder zu‘. Und er­mög­licht Eu­ro­pa, bei Be­darf ein­zu­grei­fen. Der Streit un­ter den EU-Mit­glie­dern­pro­o­der­kon­traGas­pipe­line ist je­doch höchs­tens ein­ge­fro­ren, nicht bei­ge­legt.“ wenn sie selbst den Fi­nanz­mi­nis­ter stel­len. Das al­les kann so­gar gleich­zei­tig pas­sie­ren – wie in die­ser Wo­che. Die­ser stän­di­ge Zick­zack­kurs ist ei­ner der Grün­de, wes­halb die SPD seit der Bun­des­tags­wahl 1998 mehr als 20 Pro­zent­punk­te ver­lo­ren hat.“

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