USA: Deut­sche zah­len zu we­nig für Ver­tei­di­gung

Lingener Tagespost - - POLITIK -

BERLIN Trotz der Zu­sa­ge ei­nes mil­li­ar­den­schwe­ren An­stiegs der Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben ist die US-Re­gie­rung un­zu­frie­den mit den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung. „Die deut­schen Zu­sa­gen, die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben auf 1,5 Pro­zent zu er­hö­hen, ge­nü­gen nicht“, sag­te der US-Bot­schaf­ter in Berlin, Richard Gren­ell, der „Welt am Sonn­tag“. „Die Na­to ver­langt zwei Pro­zent bis 2024.“Am Mitt­woch und Don­ners­tag tref­fen sich die Na­to-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter in Brüs­sel, um un­ter an­de­rem über die­ses The­ma zu be­ra­ten.

Es sei­en kei­ne „ame­ri­ka­ni­schen An­for­de­run­gen“, son­dern Ver­pflich­tun­gen des Bünd­nis­ses, die Deutsch­land ein­ge­gan­gen sei. „Ame­ri­ka er­in­nert sei­nen groß­ar­ti­gen Bünd­nis­part­ner Deutsch­land le­dig­lich dar­an, dass dies kei­ne Zei­ten sind, um die Na­to zu schwä­chen oder aus­zu­höh­len“, so Gren­ell.

Der US-Bot­schaf­ter kri­ti­sier­te zu­dem den eu­ro­päi­schen Mecha­nis­mus zum Schutz eu­ro­päi­scher Un­ter­neh­men vor den Iran-Sank­tio­nen der USA als „Miss­ach­tung“der US-Politik. „Ame­ri­ka­ni­sche Sank­tio­nen zu um­ge­hen ist nicht rat­sam“, sag­te Gren­ell der „WamS“.

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