Marsch­flug­kör­per

Lingener Tagespost - - POLITIK -

In ei­nem Film hast Du be­stimmt schon mal ge­se­hen, wie ei­ne Ra­ke­te ge­star­tet wird. Bei ei­nem Marsch­flug­kör­per sieht das ganz ähn­lich aus. Über­haupt sind die­se Waf­fen äu­ßer­lich nur schwer von Ra­ke­ten zu un­ter­schei­den. Sie funk­tio­niert aber et­was an­ders – im Grun­de fliegt ein Marsch­flug­kör­per wie ein klei­nes Flug­zeug. Es sitzt aber kein Pi­lot drin – schließ­lich ist ein sol­cher Flug­kör­per ei­ne Waf­fe, und wenn er sein Ziel er­reicht, ex­plo­diert er. Bis da­hin steu­ert er sich selbst, vor al­lem mit­hil­fe von Sa­tel­li­ten­da­ten – fast so wie ein Na­vi­ga­ti­ons­ge­rät im Au­to. Im Ge­gen­satz zu Ra­ke­ten flie­gen Marsch­flug­kör­per auch meist sehr tief, das macht es schwie­ri­ger, sie ab­zu­schie­ßen. Vie­le Marsch­flug­kör­per kön­nen au­ßer­dem sehr weit flie­gen und mit Atom­spreng­köp­fen be­stückt wer­den. Des­halb sind sie ei­ne gro­ße Be­dro­hung und sor­gen oft für Streit zwi­schen Staa­ten.

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