Fünf St­un­den Kar­ne­vals­froh­sinn

Ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm in Salz­ber­gen / „Mit dem KKC geht es hei­ter wei­ter“

Lingener Tagespost - - SÜDLICHES EMSLAND - Von Heinz Krüs­sel Fotos: Heinz Krüs­sel

SALZ­BER­GEN Der Kar­ne­val hat in der Kol­pings­fa­mi­lie Salz­ber­gen ei­ne lan­ge Tra­di­ti­on. Be­reits zum 39. Mal wa­ren jetzt die Je­cken vom Kol­ping-Kar­ne­val-Club (KKC) ein­ge­la­den wor­den, um ge­mein­sam fröh­li­che St­un­den im Saal des Al­ten Gast­hau­ses Schüt­te zu ver­brin­gen.

Die Re­so­nanz war her­vor­ra­gend, be­ton­te Sit­zungs­prä­si­dent Udo Pog­ge­mann, der das när­ri­sche Pu­bli­kum am Sams­tag und am Sonn­tag zu zwei aus­ver­kauf­ten Ver­an­stal­tun­gen un­ter dem Mot­to „Mit dem KKC geht es hei­ter wei­ter, zu Son­ne, Mond und Ster­ne in der Fer­ne“be­grü­ßen konn­te. Die Ak­teu­re hat­ten ein fast fünf St­un­den dau­ern­des ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm vor­be­rei­tet, in dem ein Hö­he­punkt den an­de­ren jag­te – und das al­les mit fast aus­schließ­lich Ei­gen­ge­wäch­sen auf der Büh­ne. Be­son­ders be­ein­druck­ten die Die Jüngs­ten Die neu­en Tol­li­tä­ten (von links) Prinz Her­mann Kah­le und Prin­zes­sin Annette über­nah­men Schlüs­sel und Zep­ter von Nor­bert und Hil­de­gard Ost­holt­hoff.

Tanz­gar­den – von den Jüngs­ten in der Ju­nio­ren­gar­de über die Ju­gend­gar­de bis hin zur Tanz­gar­de und die Ju­gend­lei­ter­run­de. Als Gast stell­te zu­dem Frie­da Berning

von der be­nach­bar­ten Kar­ne­vals­ge­sell­schaft Kes­pel Ems­bü­ren (KKE) als So­lo­ma­rie­chen ihr Kön­nen un­ter Be­weis, das mit ste­hen­den Ova­tio­nen be­lohnt wur­de.

Der Hö­he­punkt der Prunk­sit­zung ist tra­di­tio­nell die Über­ga­be der In­si­gni­en vom al­ten an das neue Prin­zen­paar. Für Nor­bert und Hil­de­gard Ost­ho­t­hoff war ei­ne Jahr Re­gent­schaft be­en­det. Ih­nen fol­gen Prinz Her­mann (Kah­le) der Drit­te von Ca­mel und Ca­la­mar, zu­gleich pas­sio­nier­ter Be­sit­zer ei­ner klei­nen Ge­flü­gel­farm und ih­re Lieb­lich­keit Prin­zes­sin Annette die Zwei­te aus dem Hau­se de­rer zu Snaadt. Prinz Her­mann plau­der­te aus dem Näh­käst­chen und ver­riet dem stau­nen­den Pu­bli­kum

von der Schwie­rig­keit sei­ner Prin­zes­sin, ein pas­sen­des Kleid zu fin­den: „In Mai­land, Lon­don und Pa­ris hat sie ge­shoppt und ist schließ­lich bei Schul­te in Scha­pen fün­dig ge­wor­den.“

Er­eig­nis­se aus dem letz­ten Jahr wur­den gleich von meh­re­ren Ak­teu­ren hu­mor­voll auf­ge­spießt. Die Je­cken war­te­ten förm­lich dar­auf, wer wohl aus Salz­ber­gen oder Hols­ten-Bex­ten in die­sem Jahr sein Fett weg­kriegt. Auf­klä­rung gab es un­ter an­de­ren von Pas­to­ral­re­fe­rent Micha­el Ha­cken­berg, der den Fin­ger er­hob und zum Nach­den­ken an­reg­te. So stell­te er die Fra­ge in den Raum: „Sag mir, wo die Lä­den sind – Wo sind sie ge­blie­ben?“„Sag mir, wo die Kun­den sind?“Am En­de sei­ner An­mer­kun­gen stand im­mer die Fra­ge: „Wann wird man je ver­steh’ n?“

Wer kennt heu­te noch das We­sen ei­ner Schreib­ma­schi­ne? Ei­ne Nut­ze­rin die­ses „vor­sint­flut­li­chen“Uten­sils woll­te bei ei­ner Com­pu­ter­fach­frau ei­ne Re­pa­ra­tur in Auf­trag ge­ben, weil das „F“hän­ge. Die „Trau­er­schnal­len“Jutta St­ein und Ani­ta He­mel­der ka­men letzt­lich zu kei­nem be­frie­di­gen­den Er­geb­nis. Ei­nen Star­gast hat­ten die Pro­gramm­ma­cher ein­ge­la­den: Horst Schlem­mer, „Chef­re­dak­teur des Gre­ven­broi­cher Ta­ge­blat­tes“, gab sich die Eh­re. Die Fi­gur, hin­ter der nor­ma­ler­wei­se Ha­pe Ker­ke­ling steckt, wur­de ge­konnt von An­ni­ka Kün­ne­mann dar­ge­stellt.

Bän­kel­sän­ger

Mit Span­nung wird stets der Auf­tritt der Bän­kel­sän­ger Franz Re­ckers und Jo­sef Brin­kel er­war­tet. Mit ih­ren Lie­dern und Fra­gen wol­len sie be­wusst den Bür­gern auf den Geist ge­hen. Da ging es bei­spiels­wei­se um ei­nen Platz zum Gril­len, den Krei­sel an der Ems­stra­ße oder die Brü­cke an der Neu­en­kir­che­ner Stra­ße. Ver­ra­ten wur­de zu­dem, dass bei der Fir­mung ein Firm­ling ein­ge­schla­fen war und so­mit für das vor­zei­ti­ge En­de der Pre­digt sorg­te. Die Kom­mu­nal­po­li­tik wur­de mit der Schöp­fungs­ge­schich­te ver­gli­chen. „Was Gott ge­schaf­fen hat, wur­de vom Kai­ser (Bür­ger­meis­ter) ab­ge­nickt: Es ist gut so.“

be­geis­ter­ten mit flot­ten Tän­zen.

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