Hor­ror auf Net­flix

„Vel­vet Buzzsaw“mit Ja­ke Gyl­len­haal

Lingener Tagespost - - FILM - Von Frank Jür­gens

OS­NA­BRÜCK Morf Van­der­walt (Ja­ke Gyl­len­haal) ist der Star un­ter den Kunst­kri­ti­kern. Ihm lie­gen so­wohl die Künst­ler als auch die Ga­le­ris­ten zu Fü­ßen. So auch das eins­ti­ge Punk-Star­let Rho­do­ra Ha­ze (Re­ne Rus­so), das nun die größ­te Ga­le­rie für zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Los Angeles be­treibt.

Als ih­re As­sis­ten­tin Jo­se­phi­na (Za­we Ash­ton) bei ei­nem ver­stor­be­nen Nach­barn Tau­sen­de Ge­mäl­de, Skiz­zen und Gra­fi­ken fin­det, ist al­len drei­en so­fort klar, dass sich da­mit enorm viel Geld ver­die­nen lie­ße. Al­ler­dings ist das nicht im Sin­ne des Ver­stor­be­nen. Der mys­te­riö­se Künst­ler woll­te sei­ne Wer­ke lie­ber ver­nich­tet se­hen. Als die dann doch ver­hö­kert wer­den, nimmt das Grau­en sei­nen Lauf.

Re­gis­seur und Au­tor Dan Gil­roy, der mit sei­nen Haupt­dar­stel­lern Gyl­len­haal und Rus­so be­reits „Night­craw­ler“ge­dreht hat, ge­lingt mit der Net­flix-Pro­duk­ti­on „Die Kunst des to­ten Man­nes – Vel­vet Buzzsaw“ei­ne ge­nia­le Sa­ti­re auf den kom­mer­zi­el­len Kunst­be­trieb, die sich all­mäh­lich zu ei­nem Hor­ror-Thril­ler ent­fal­tet. Da­bei ent­ste­hen teils sur­rea­le Bild­kom­po­si­tio­nen, die ei­ne gro­ße Ki­n­o­lein­wand ver­dient hät­ten. Viel­leicht le­gen der Strea­m­ing-Rie­se Net­flix und die Ki­no­be­trei­ber ir­gend­wann ih­ren Klein­krieg bei.

Die Kunst des to­ten Man­nes – Vel­vet Buzzsaw. USA 2019. R.: Dan Gil­roy. D.: Ja­ke Gyl­len­haal, Re­ne Rus­so, Za­we Ash­ton, John Mal­ko­vich. Lauf­zeit: 113 Mi­nu­ten.

Ab 16 Jah­ren.

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