Stark

Lingener Tagespost - - MEDIEN / FERNSEHEN - Von Tom Hei­se

Ver­misst in Berlin 20.15 Uhr

Ein klei­ner Flücht­lings­jun­ge läuft nachts in Berlin Ju­dith Volk­mann (Jör­dis Trie­bel) vors Au­to. Die Po­li­zis­tin, die sich ge­ra­de ei­ne berufliche Aus­zeit gönnt, will nach dem Kind schau­en, doch das beißt ihr in den Arm und ver­schwin­det. Die Be­am­tin au­ßer Di­enst re­cher­chiert nach dem Jun­gen, wo­bei ihr an­fangs Ex-Kol­le­ge De­niz Ko­va­ce­vic (Edin Ha­s­a­no­vic), mitt­ler­wei­le Chef der Mord­kom­mis­si­on, kei­ne Hil­fe ist. Die be­kommt sie dann un­er­war­tet von Jan Pollak, der beim Such­dienst des Ro­ten Kreu­zes ak­tiv ist. Ei­ne nicht un­we­sent­li­che Rol­le scheint in dem Fall Eve­lyn Kraft (Na­ta­lia Wör­ner) zu spie­len – ei­ne ehe­ma­li­ge Pro­sti­tu­ier­te, die jetzt ein Flücht­lings­heim be­treibt.

Die Au­to­rin­nen Frau­ke Hun­feld und Silke Zertz the­ma­ti­sie­ren das Schick­sal von ver­miss­ten Flücht­lings­kin­dern, von de­nen es an­geb­lich Tau­sen­de gibt und die teils zur Kri­mi­na­li­tät oder Pro­sti­tu­ti­on ge­zwun­gen wer­den. Da­bei zeigt der Film vor al­lem die Hilf­lo­sig­keit der Hel­fer und der Exe­ku­ti­ve auf. In Trie­bel und Wör­ner hat Re­gis­seu­rin Sher­ry Hor­mann zwei stark auf­spie­len­de Frau­en, die den Film prä­gen. Über­haupt be­sticht das Kri­mi­dra­ma mit klug kon­zi­pier­ten Fi­gu­ren und Dia­lo­gen. Und so lässt ei­nen das Fi­na­le des Films nach­denk­lich zu­rück.

Wer­tung: ##### $

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