HEL­DEN Bill Kau­litz & Ko­bold­kö­nig Ja­reth

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Der Ko­bold­kö­nig Ja­reth aus Da­vid Bo­wies Die Rei­se ins La­by­rinth war mei­ne Kind­heits­film­fi­gur, die ich im­mer sein woll­te. Er hat ei­ne wahn­sin­ni­ge Ro­man­tik in sich, die ich auch in mir tra­ge. Ei­gent­lich ist er ei­ne bö­se Fi­gur, aber ihn ma­chen die­se Ge­füh­le aus, die er für Sa­rah, die Haupt­fi­gur, emp­fin­det. Al­le bö­sen Sa­chen, die er macht, macht er aus Lie­be zu ihr. Für mich ist es ein sehr ro­man­ti­scher Film, es geht um Lie­be, auch die Lie­be, die Sa­rah zu ih­rem klei­nen Bru­der fühlt. Des­sen wird sie sich aber erst be­wusst, als er weg ist. Sie hat­te die Ko­bol­de ge­ru­fen, weil er so ge­schrien hat, sie ka­men aber wirk­lich und hol­ten ihn. Sie hat nun 13 St­un­den Zeit, durch das La­by­rinth zum Ko­bold­kö­nig zu kom­men und den Bru­der zu­rück­zu­ho­len. Wenn sie es nicht recht­zei­tig schafft, wird er auch zum Ko­bold. Ja­reth stellt ihr lau­ter Fal­len, gleich­zei­tig ver­sucht er, ihr Herz zu ge­win­nen, weil er sich in sie ver­liebt hat. Ich ha­be mir im­mer ge­wünscht, dass sie mal zu­sam­men­kom­men. Sie ha­ben so ei­ne Che­mie die gan­ze Zeit. Sie be­wun­dert ihn, weil er die­se kras­sen Fri­su­ren hat und die­se wahn­sin­ni­gen Out­fits trägt. Aber sie muss sich na­tür­lich für ih­ren Bru­der ent­schei­den. Die Lo­ve­sto­ry geht al­so trau­rig aus, für die meis­ten Leu­te hat der Film trotz­dem ein Hap­py End. Ich bin da zwie­ge­spal­ten.

Der Film hat vie­le Par­al­le­len zu mei­nem Le­ben. Ich den­ke, man ver­steht das Le­ben im­mer nur rück­wärts, ganz vie­le Sa­chen pas­sie­ren ein­fach so, un­be­wusst. Aber wenn man spä­ter dar­auf zu­rück­schaut, wird ei­nem vie­les klar, man denkt, ach, so war das ei­gent­lich. Le­ben muss man es na­tür­lich vor­wärts. Und oft ist es wie ein La­by­rinth. Da sind Mau­ern und man denkt, hier geht’s nicht wei­ter. Es gibt Auf­ga­ben, die man lö­sen muss. Und man will auf­ge­ben. Der Film hat mich je­den­falls sehr ge­prägt. Ich war un­ge­fähr, acht, neun, als ich ihn das ers­te Mal sah. Mein Stief­va­ter hat­te ihn auf Vi­deo­kas­set­te. Heu­te be­sit­ze ich lau­ter Edi­tio­nen, Son­der­pres­sun­gen, DVDS, die mir Fans ge­schenkt ha­ben. Ich kann ihn mit­sin­gen und mit­spre­chen. Und ich wür­de den Film auch so­fort mei­nen Kin­dern zei­gen. Es ist halt ein su­per­al­tes Mär­chen, aus den 80ern, aber es hat schö­ne Wer­te und ist me­gaf­an­ta­sie­voll. Na­tür­lich war ich nach dem Film ab­so­lu­ter Bo­wie-fan. Er hat mich stark be­ein­flusst, auch in mei­nem Sty­ling, mei­ner Fri­sur, in mei­nem gan­zen Mood. So ei­nen bö­sen Ko­bold­kö­nig wür­de ich auch gern ein­mal spie­len, das wä­re mei­ne Traum­rol­le, Fan­ta­sy-fil­me fin­de ich eh cool. Auf je­den Fall müss­te es ei­ne bö­se Rol­le sein, ir­gend­ein Ex­trem, viel­leicht so­gar ein Jun­kie.

Auf die­ser Sei­te be­fra­gen wir Schau­spie­ler, Künst­ler, Mu­si­ker und groß­ar­ti­ge Män­ner mit ir­re viel Kraft, wer – au­ßer ih­nen – noch in den Hel­den­stand be­ru­fen wer­den soll­te und für wen sie schwär­men

… WÄ­RE GERN …

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