Lübecker Nachrichten

Schüler lernen Erasmus kennen

Die Schule am Meer und die Thomas-mann-schule werden zu Erasmussch­ulen. Dabei profitiere­n sie von Förderprog­rammen der EU.

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Travemünde/st. Gertrud. Lübecks Schulen blicken über den Tellerrand hinaus: Sie werden zu Erasmus-schulen und profitiere­n von Förderprog­rammen der Europäisch­en Union. Seit mehr als 30 Jahren eröffnet das Erasmus-programm Europäern die Möglichkei­t, im Ausland zu studieren, sich fortzubild­en oder zu arbeiten.

Auch Lübecker Schüler bekommen die Vorteile des Programms nun zu spüren. Gefördert werden unter anderem die Schule am Meer sowie die Thomas-mann-schule.

Die Schule am Meer wird bis 2021 von der EU gefördert. Sie ist eine der wenigen Schulen, die keine Oberstufe führt, aber dennoch bei dem Projekt bedacht wurde – mit insgesamt 30 000 Euro.

„Wir praktizier­en ein Berufsorie­ntierungsp­rojekt, das unseren Schülern helfen soll, sich auf dem europäisch­en Markt zurechtzuf­inden“, sagt Schulleite­rin Gesine Weinhold. Bekannt ist das Erasmuspro­jekt der Schule unter dem Namen „JOB – Jump on board“. Es soll die Schüler bei der Berufsorie­ntierung unterstütz­en, ihnen zu neuen Ideen verhelfen und insbesonde­re dazu beitragen, ihr Englisch zu verbessern. Das nämlich werde immer wichtiger in der globalisie­rten Welt.

Alle Teilnehmer müssen sich auf Englisch verständig­en, so das Konzept des Erasmus-projekts. Dass die Schüler sich perfekt verständig­en können, wird allerdings nicht erwartet. „Oft hilft es, mit Händen und Füßen zu reden“, so Weinhold.

„Wir besuchen gemeinsam mit den Jugendlich­en aus Norwegen und Schweden Betriebe und sprechen über die Zukunft“, erzählt die Schulleite­rin weiter. Dabei solle auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Neben den Reisen nach Norwegen und Polen stehen auch Fahrten nach Hamburg und Berlin an.

Auch für die Thomas-mannschüle­r gab es einen Erasmus-auftakt: „Our common Fundament: European Values“lautet der Titel des Projektes, das die Lübecker Schule jetzt koordinier­t. „Kürzlich trafen sich fünf Schüler aus Kroatien, Spanien und Dänemark mit 15 Jugendlich­en der Schule, um sich mit den Werten, die in der Charta der Grundrecht­e der EU kodifizier­t sind, auseinande­rzusetzen“, sagt Mechthild Piechotta, Koordinato­rin für schulfachl­iche Aufgaben.

Begleitet wurden die Schüler von je zwei Lehrkräfte­n der jeweiligen Schulen. Insgesamt bestehen zwei Erasmus-schulpartn­erschaften an der Schule. Zum einen die Partnersch­aft „Unser gemeinsame­s europäisch­es Wertefunda­ment“, das die Schule koordinier­t. Zum anderen eine Partnersch­aft, die sich mit dem gemeinsame­n materielle­n und immateriel­len Kulturerbe beschäftig­t. Dieses Projekt wird von einer kroatische­n Schule koordinier­t. Auch eine spanische Schule aus Valencia nimmt daran teil.

Wie viele Lübecker Schulen am Erasmus-projekt teilnehmen, ist dem Schulamt nicht bekannt. Eine Übersicht darüber gibt es nicht. jac

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FOTO: HFR Die Schule am Meer ist zur Erasmus-schule gekürt worden.

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