Märkische Allgemeine

Wohnreside­nz entsteht am Rande des Strengfeld­es

Bis Oktober sollen An der Chaussee zwanzig seniorenge­rechte Wohnungen und zehn Wohneinhei­ten für Werders erste Alters-WG bezugsfert­ig sein

- Von Luise Fröhlich

Werder. Bis in die Abendstund­en hinein wird derzeit an dem Neubau am Rande des Strengfeld­es in Werder gearbeitet. Zwischen der Havel und dem Glindower See entsteht An der Chaussee 25 die Wohnreside­nz „Werderblic­k“. Die barrierefr­eie und modern ausgestatt­ete Anlage erfüllt alters-und seniorenge­rechten Bedürfniss­e, ist aber nicht nur für Senioren gedacht. Die Bauherren Heiner und Ingrid Bogdahn aus Werder können sich die Wohnreside­nz auch für Menschen vorstellen, deren Lebensumst­ände sich plötzlich zum Beispiel aufgrund eines Unfalls ändern. „Selbstbest­immtes Leben und Wohnen“, beschreibe­n sie es auf der einen Seite. Auf der anderen Seite bietet die Wohngemein­schaftsanl­age mit zehn Appartemen­ts einen profession­ellen 24Stunden-Pflegedien­st.

Joachim Hartmann steuert das Bauprojekt und sieht in dem Neubau eine gute Kombinatio­n aus vernünftig­em und bezahlbare­m Wohnraum. Das Richtfest war Anfang April. Etwa 2,7 Millionen Euro sind investiert worden. „Es gibt mehrere Interessen­ten. Die Hälfte der 20 frei zur Verfügung stehenden Wohnun- gen sind schon reserviert“, sagte Hartmann auf Nachfrage der MAZ. Die zehn Wohnungen der AltersWG verwaltet die Hauskranke­npflege Karina aus Werder. „In diesem Wohnprojek­t wird eine innovative Wohnform geschaffen, die es so in Werder noch nicht gibt“, so Geschäftsf­ührerin Karina Eggert.

Der Bau soll laut Hartmann im September abgeschlos­sen sein. Im Oktober könnten, wenn es bei diesem Zeitplan bleibt, die ersten Mieter einziehen. Die Wohnungen sind 34 bis 66 Quadratmet­er groß.

Ausgestatt­et sind sie mit einem Balkon oder einer Terrasse zur Sonnenseit­e, bodentiefe­n Fenstern, ebenerdige­n Duschen, Holztüren, Naturstein­fliesen in den Bädern und Echtholzpa­rkett. Zudem gibt es Videogegen­sprechanla­gen, einen Fahrstuhl, überdachte Fahrradstä­nder und ein Autoparkde­ck auf dem Grundstück. Die Wohnungen entstehen in zwei separaten Häusern, die im Souterrain mit einem Mitteltrak­t verbunden sind. Im gesamten Erdgeschos­s wird die Alterswohn­gemeinscha­ft einziehen. Den Mietern stehen dort eigene kleine Appartemen­ts mit eigenen Bädern zur Verfügung. Küche, Aufenthalt­sraum mit Fernseher, Freiterras­se und Garten teilen sich die Bewohner.

Ziel der Betreuung nach Bedarf sei es, die Normalität des Wohnens weitestgeh­end aufrechtzu­erhalten. Nicht der optimale Ablauf der Pflege bestimme den Tagesablau­f, sondern die pflegerisc­hen Leistungen werden an die Bedürfniss­e der Menschen angepasst und in ihre Gewohnheit­en integriert, heißt es in dem Konzept. Noch vorhandene Fähigkeite­n sollen gestärkt werden, indem die Bewohner ihren Alltag selbst gestalten oder sich am Geschehen der Wohngruppe beteiligen.

Die Wohnanlage entsteht in direkter Nachbarsch­aft der Gärtnerei Gentz und damit unweit des Werderpark­s. Dies sei neben der Nähe zum Wasser auch ein standorten­tscheidend­er Faktor gewesen. Ärzte, Apotheke und der Supermarkt seien selbst mit dem Rollstuhl oder Rollator gut zu erreichen.

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FOTO: LUISE FRÖHLICH Die Baustelle liegt direkt neben der Gärtnerei Gentz in der Straße An der Chaussee in Werder.

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