Wie kommt der Fa­den zum Baum?

Märkische Allgemeine - - WISSENSCHAFT -

Der elf­jäh­ri­ge Alex­an­der möch­te wis­sen, wie der ers­te ge­spon­ne­ne Fa­den der Spin­ne von Baum zu Baum kommt, um ein Netz dar­aus zu spin­nen. Klaus Birk­ho­fer ant­wor­tet. Ei­ne Se­rie ge­mein­sam mit dem Ver­ein Pro Wis­sen Pots­dam.

Ei­ne aus­ge­zeich­ne­te Fra­ge. Spin­nen kön­nen ih­re Spinn­sei­de­fä­den in die Luft „schie­ßen“. Oft las­sen sie sich dar­an vom Wind da­von­tra­gen. Die­se Art zu flie­gen nennt man „bal­loo­n­ing“und ähn­lich ei­nem Heiß­luft­bal­lon ist es Spin­nen nicht mög­lich, zu steu­ern. Die­se Me­tho­de wird auch beim Netz­bau oder zum Über­que­ren ei­ner Lü­cke zwi­schen zwei Äs­ten ge­nutzt. Die Spin­ne gibt ei­nen Spinn­sei­den­fa­den ab, die­ser haf­tet am be­nach­bar­ten Ast an. Das nennt sich „bridging“, al­so ei­ne Brü­cke bau­en. Ei­ne Spin­ne kann sich auch nach un­ten an ei­nem Fa­den her­ab­las­sen. Mit bei­den Vor­ge­hens­wei­sen ist ein An­fang ge­macht und ein ers­ter Fa­den für die tolls­ten Spin­nen­net­ze ge­baut.

FO­TO: PRI­VAT

Tier­öko­lo­ge Klaus Birk­ho­fer forscht an der TU Cott­bus-Senf­ten­berg.

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