Das ist doch un­ap­pe­tit­lich

Märkische Allgemeine - - LESERFORUM - Dag­mar Schmauks, Ber­lin

Zu ei­ner Un­sit­te in den Wäl­dern:

War­nung vor dem un­er­freu­lichs­ten Le­be­we­sen im Wald: Nein, das ist nicht der zäh­ne­flet­schen­de Wolf oder die tü­ckisch lau­ern­de Ze­cke, son­dern das zwei­bei­ni­ge Dreck­schwein. Mei­ne Be­ob­ach­tun­gen in Bran­den­burg (z. B. am Stech­lin- so­wie Da­gow­see, im Löck­nitz- so­wie Er­pe­tal) er­ga­ben: al­le paar Dut­zend Me­ter ein Pa­pier­ta­schen­tuch am We­grand, das sich in tro­cke­nen Som­mern noch viel län­ger hält als sonst. Un­ap­pe­tit­lich, nie­mand will wis­sen, wel­che Kör­per­öff­nun­gen da­mit be­treut wur­den. Ge­fähr­lich: Tie­re kön­nen sich an­ste­cken. Man hat doch so­wie­so ei­ne klei­ne Müll­tü­te im Ruck­sack (Nein? Na, dann wird es aber Zeit!), in der man sei­ne Ge­trän­ke­do­sen, Ba­na­nen­scha­len und der­glei­chen bis zum nächs­ten Müll­ei­mer mit­nimmt. Ei­gent­lich soll­ten schon Kin­der wis­sen, dass man in der Na­tur so we­nig Spu­ren wie mög­lich hin­ter­lässt! Ach ja, ich ent­schul­di­ge mich bei den Bors­ten­tie­ren für den Aus­druck „Dreck­schwein“, die sind näm­lich bei gu­ter Hal­tung aus­ge­spro­chen rein­lich.

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