„Die Bio­sphä­re ist ei­ne At­trak­ti­on“

OB-Wahl – auf ei­ne Tas­se Kaf­fee mit Mike Schu­bert (SPD) und MAZ-Le­ser Eck­hardt Mumm

Märkische Allgemeine - - POTSDAM - Eck­hardt Mumm: Schu­bert: Mumm: Schu­bert: Mumm: Schu­bert: Mumm: Schu­bert: Mumm: Schu­bert: Mumm: Auf­ge­zeich­net von Il­di­ko Röd

Beim „Kaf­fee-Da­te“der MAZ sind Le­ser auf­ge­ru­fen, sich mit ei­nem Ober­bür­ger­meis­ter-Kan­di­da­ten ih­rer Wahl in ih­rem Wunsch­ca­fé zu tref­fen. Dies­mal: Eck­hardt Mumm, einst lei­ten­der An­ge­stell­ter ei­ner Land­ma­schi­nen­fir­ma, und Mike Schu­bert (SPD). Sie tra­fen sich im Ca­fé Ein­stein an der Kur­fürs­ten­stra­ße.

Aus mei­ner Sicht ist die Ver­kehrs­si­tua­ti­on chao­tisch. Be­son­ders weil es nicht nur Pkws sind, die da rein­kom­men, son­dern in gro­ßem Ma­ße Lkws, die nicht nach Pots­dam wol­len. Statt­des­sen su­chen sie den kür­zes­ten Weg, um nach Ber­lin rein­zu­kom­men oder auf die Au­to­bahn, die gen Os­ten wei­ter­führt. Man hät­te da ei­ne gro­ße Um­ge­hungs­stra­ße in Form ei­nes Ring­ver­kehrs ma­chen müs­sen.

Ein Weg ist zu sa­gen, der Lkw-Ver­kehr geht nicht mehr durch die Stadt. Nur bei der Kon­trol­le hat noch kei­ner den St­ein der Wei­sen ge­fun­den. Ich ha­be in mein Pro­gramm ge­schrie­ben, dass man die Fra­ge von Durch­fahrts­ver­bo­ten und -re­gu­lie­run­gen noch ein­mal prü­fen muss. Ich ha­be ganz be­wusst nicht rein­ge­schrie­ben, dass wir das ma­chen. Denn wir krie­gen das nicht al­lei­ne hin oh­ne die Mit­tel­mär­ker.

Was mich noch be­wegt, ist die städ­te­bau­li­che Ent­wick­lung im Born­sted­ter Feld. Ich den­ke da an den Be­reich ge­gen­über von der Fach­hoch­schu­le, der ge­ra­de be­zo­gen wor­den ist – das ist der­ma­ßen eng be­baut, dass es von der Le­bens­qua­li­tät her nicht so doll ist. Die Fa­mi­li­en leben da qua­si wie im Hüh­ner­stall. Auch im Be­reich vor den Ro­ten Ka­ser­nen, der dem­nächst in An­griff ge­nom­men wird, kann ich nur bit­ten, das grö­ßer zu pla­nen. Das ist aber wahr­schein­lich schon ge­plant? An der Pla­nung geht dort wahr­schein­lich nichts mehr. Die ein­zi­ge Dis­kus­si­on, die wir jetzt noch zu En­de zu füh­ren ha­ben, ist die Fra­ge, wie man mit dem Stück­chen im Park um­geht. Ja, und da gibt es ganz vie­le Leu­te bei uns in der Um­ge­bung, die un­heim­lich da­ge­gen sind. Da­ge­gen, dass man den Zir­kus Mon­teli­no da weg nimmt und die­se Beach­vol­ley­bal­lAn­la­ge und das al­les ir­gend­wo neu hin­baut. Da­für wen­det man un­heim­lich viel Geld auf. Und die­ser Park wird ka­putt ge­macht.

Für Mon­teli­no ist das so­gar ein Vor­teil – die be­kom­men ein fes­tes Ge­bäu­de. An­sons­ten geht die Dis­kus­si­on ja noch bis No­vem­ber. Ich ou­te mich mal: Was ich mir am bes­ten vor­stel­len kann, ist ein Kom­pro­miss. Denk­bar wä­re es, an der Ge­org-Her­mann-Al­lee noch ei­ne Kin­der­ta­ges­stät­te zu bau­en, mit der Frei­flä­che zum Park hin. Denn man muss ja auch gu­cken, wie wir die So­zi­al­be­dar­fe im Born­sted­ter Feld mit den vor­han­de­nen Flä­chen in ei­nem ver­nünf­ti­gen Kon­sens mit den Be­woh­nern hin­be­kom­men.

Aber da ist noch die­se Pla­nung für die Wohn­be­bau­ung?

Im No­vem­ber lie­gen ja die Er­geb­nis­se für die Bio­sphä­re und die Ge­org-Her­mann-Al­lee vor. Das wird noch ein­mal mit der Bür­ger­schaft dis­ku­tiert. Ich ha­be ja von An­fang zu de­nen ge­hört, die den Stand­ort der Bio­sphä­re er­hal­ten wol­len. Es ist ei­ne At­trak­ti­on.

Wird es bei Ih­rer Va­ri­an­te ei­ner Kin­der­ta­ges­stät­te trotz­dem dort noch Wohn­be­bau­ung ge­ben?

Ich schlie­ße Wohn­blocks mo­men­tan noch nicht kom­plett aus, weil ich erst noch al­le ver­schie­de­nen Va­ri­an­ten auf dem Tisch ha­ben will. Für mich war wich­tig zu sa­gen: Wohn­be­bau­ung re­du­zie­ren und erst mal ei­ne Ki­ta rein. Vor No­vem­ber wird aber de­fi­ni­tiv nichts pas­sie­ren.

Das ga­ran­tie­re ich Ih­nen, wenn das auf den Tisch kommt, dass Sie auf der lin­ken Sei­te Wohn­blocks bau­en, dann wer­de ich da ak­tiv wer­den. Das ver­spre­che ich Ih­nen!

FO­TO: BERND GARTENSCHLÄGER

MAZ-Le­ser Eck­hardt Mumm traf OB-Kan­di­dat Mike Schu­bert (SPD) im Ca­fé Ein­stein zum „Kaf­fee­klatsch" .

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