... dass wir in Land­kar­ten den­ken?

Märkische Allgemeine - - WISSENSCHAFT - Bra

Zu den fun­da­men­tals­ten Fra­gen der Wis­sen­schaft ge­hört die, wie das mensch­li­che Den­ken funk­tio­niert. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ka­men Neu­ro­wis­sen­schaft­ler im­mer mehr zu der Ein­sicht, dass all un­se­re Er­fah­run­gen und all un­ser Wis­sen im Ge­hirn räum­lich or­ga­ni­siert sind, ähn­lich wie ei­ne Land­kar­te.Neu­eBe­le­ge­für­die The­se le­gen Ja­cob Bell­mund und sei­ne Mit­ar­bei­ter vom Max-Planck-In­sti­tut für Ko­gni­ti­ons- und Neu­ro­wis­sen­schaf­ten in Leip­zig vor. Sie ge­hen da­von aus, dass in der räum­li­chen Or­ga­ni­sa­ti­on von Wis­sen und Er­fah­rung der Schlüs­sel zu ganz grund­sätz­li­chen Denk­pro­zes­sen lie­gen könn­te. „Un­se­re Ge­dan­ken­gän­ge wer­den wie Pfa­de durch ei­nen Raum und ent­lang von geis­ti­gen Ach­sen ver­ar­bei­tet“, sagt Bell­mund. Da­bei ord­nen wir Per­so­nen oder Ge­gen­stän­de ab­hän­gig von ih­ren Ei­gen­schaf­ten be­stimm­ten Po­si­tio­nen zu. Die­se Pro­zes­se dien­ten ver­mut­lich vor al­lem da­zu, sich neue Ob­jek­te und Si­tua­tio­nen mög­lichst schnell zu er­schlie­ßen. So kön­nen wir mit­hil­fe be­reits vor­han­de­ner men­ta­ler Kar­ten ein­schät­zen, wie ähn­lich das Neue de­mBe­kann­te­ni­stun­des­so ent­spre­chend ein­ord­nen.

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