Er­in­ne­rung an Op­fer der NS-Po­gro­me

Märkische Allgemeine - - BRANDENBURG / BERLIN -

Pots­dam. Am 80. Jah­res­tag der an­ti­jü­di­schen No­vem­ber­po­gro­me ist ges­tern in Bran­den­burg mit zahl­rei­chen Ge­denk­ver­an­stal­tun­gen an die Op­fer er­in­nert wor­den. Dar­an nah­men Ver­tre­ter der Lan­des­re­gie­rung teil. In Pots­dam wur­de am Ort der ehe­ma­li­gen Sy­nago­ge und am Ort des künf­ti­gen Sy­nago­gen- und Ge­mein­de­zen­trums an jü­di­sches Le­ben er­in­nert. In Cott­bus er­klär­te Kul­tur­mi­nis­te­rin Mar­ti­na Münch (SPD), die Po­gro­me vom 9. No­vem­ber 1938 sei­en der Be­ginn des staat­lich ver­ord­ne­ten Mas­sen­mords an den Ju­den ge­we­sen: „Vie­le ha­ben da­mals zu­ge­se­hen, nicht we­ni­ge sind zu Mit­tä­tern na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Will­kür und Grau­sam­keit ge­wor­den.“In­nen­mi­nis­ter Karl­heinz Schrö­ter (SPD) sag­te in Ora­ni­en­burg (Ober­ha­vel), die Ge­denk­stät­te Sach­sen­hau­sen in der Stadt sen­si­bi­li­sie­re jun­ge Men­schen „für die Mecha­nis­men ei­nes Un­rechts­sys­tems“und für die Not­wen­dig­keit, rechts­ra­di­ka­len, ras­sis­ti­schen und an­ti­se­mi­ti­schen Stim­mun­gen ent­schlos­sen ent­ge­gen­zu­tre­ten.

Das Land hat 2005 ei­nen Staats­ver­trag mit dem Lan­des­ver­band der Jü­di­schen Ge­mein­den ab­ge­schlos­sen und stellt den Ge­mein­den jähr­lich mehr als 500 000 Eu­ro zur För­de­rung jü­di­scher Ge­mein­de- und Ver­bands­struk­tu­ren zur Ver­fü­gung.

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