Ent­zau­ber­te Hel­din der Lin­ken

Märkische Allgemeine - - BLICKPUNKT - Von Jan Stern­berg

Es ist ein all­jähr­li­ches Ri­tu­al: Tau­sen­de ha­ben ges­tern in Ber­lin der er­mor­de­ten Ro­sa Lu­xem­burg und ih­res Ge­fähr­ten Karl Lieb­knecht ge­dacht. Seit 100 Jah­ren spal­tet ihr ge­walt­sa­mer Tod So­zia­lis­ten und So­zi­al­de­mo­kra­ten. Es ist Zeit, die­sen Spuk zu be­en­den.

Ro­sa Lu­xem­burgs letz­ter Text klingt bis heu­te wie ei­ne Geis­ter­be­schwö­rung. Er wird bis heu­te von vie­len Lin­ken als Hand­lungs­an­wei­sung ge­le­sen, als Ma­ni­fest der Spal­tung. 100 Jah­ren Er­fah­rung mit De­mo­kra­tie und Dik­ta­tur zum Trotz.

Lu­xem­burg schrieb den Text am 14. Ja­nu­ar 1919; da war ein Auf­stands­ver­such ra­di­ka­ler Kräf­te ge­gen die jun­ge Re­pu­blik gera­de ge­schei­tert. „Die Re­vo­lu­ti­on wird sich schon mor­gen ‚ras­selnd wie­der in die Höh’ rich­ten‘ und zu eu­rem Schre­cken mit Po­sau­nen­klang ver­kün­den: Ich war, ich bin, ich wer­de sein!“So stand es in der Par­tei­zei­tung „Ro­te Fah­ne“am Tag, be­vor die Kom­mu­nis­ten­füh­rer Ro­sa Lu­xem­burg und Karl Lieb­knecht in Ber­lin von rech­ten Frei­korps­sol­da­ten er­mor­det wur­den – mit Bil­li­gung der so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Re­gie­rung um Fried­rich Ebert, Gus­tav No­s­ke und Philipp Schei­de­mann.

Lieb­knecht wur­de am spä­ten Abend des 15. Ja­nu­ar 1919 im Tier­gar­ten er­schos­sen, Lu­xem­burg im Au­to, in das die Mör­der sie ge­zerrt hat­ten. Ih­re Lei­che war­fen sie in den Land­wehr­ka­nal. Erst fünf Mo­na­te spä­ter, am 31. Mai, fand ein Schleu­sen­wär­ter in ei­nem Ka­nal na­he dem Bahn­hof Zoo die ver­wes­te Was­ser­lei­che. Die wich­tigs­te lin­ke Po­li­ti­ke­rin, die Deutsch­land je hat­te, war da be­reits selbst zum Geist ge­wor­den – ein Geist, der die Wei­ma­rer Re­pu­blik bis zu ih­rer Zer­stö­rung be­las­te­te. Ei­ner, der die deut­sche Lin­ke seit in­zwi­schen 100 Jah­ren ver­folgt.

Als Ro­sa Lu­xem­burg end­lich be­gra­ben wer­den konn­te, klang es er­neut nach ei­ner Geis­ter­be­schwö­rung. Für den Trau­er­red­ner Paul Le­vi, ei­nen ih­rer po­li­ti­schen und kurz­zei­tig auch per­sön­li­chen Ge­fähr­ten, war sie Hei­li­ge und Rä­che­rin zu­gleich: „Nach fünf Mo­na­ten brin­gen wir hier zur Er­de, was von Ro­sa Lu­xem­burg zur Er­de ge­hört. Aber der to­te Kör­per steht auf, und auf steht mit ihm der Fluch, der drei­fa­che Fluch für die, die das ge­tan ha­ben. Der Fluch, nicht für die, die vor­ge­scho­ben sind, nicht für die Hen­ker, der drei­fa­che Fluch gilt de­nen, die den Mord ver­an­lasst ha­ben und heu­te noch in den Mi­nis­ter­ses­seln sit­zen. Der to­te Leib steht auf und

Die Re­vo­lu­ti­on wird zu eu­rem Schre­cken ver­kün­den: Ich war, ich bin, ich wer­de sein! Ro­sa Lu­xem­burg am 14. Ja­nu­ar 1919

rich­tet über die, die das ge­tan ha­ben.“

Der Fluch, den Le­vi be­schwor, rich­te­te sich al­so nicht so sehr ge­gen die Rechts­ra­di­ka­len, ge­gen die Mör­der Lu­xem­burgs, son­dern ge­gen die So­zi­al­de­mo­kra­ten, die Ord­nung und Re­pu­blik ge­gen die Re­vo­lu­ti­on ge­setzt hat­ten. „Die SPD hat uns ver­ra­ten“, wuss­te Karl Lieb­knecht be­reits 1918. Nach sei­nem und Lu­xem­burgs Tod wur­de dar­aus ei­ne Pa­ro­le, die eben­falls bis heu­te durch die Lin­ke geis­tert: „Wer hat uns ver­ra­ten? – So­zi­al­de­mo­kra­ten.“

Seit 100 Jah­ren spal­tet der Geist von Ro­sa Lu­xem­burg die Lin­ke. Ob es um Hartz IV geht oder um die in­ne­re Si­cher­heit, im­mer er­hebt sich ir­gend­wo die Er­in­ne­rung an den Ja­nu­ar 1919: Staats­rä­son oder Re­vo­lu­ti­on, Ver­ant­wor­tung oder Ra­di­ka­li­tät, Staat oder Mas­sen.

Es ist kein Zu­fall, dass ein frü­he­rer Ge­werk­schafts­funk­tio­när und heu­ti­ger Mi­nis­ter­prä­si­dent ver­sucht, den Riss end­lich ein biss­chen zu kit­ten. Dem Lin­ken Bo­do Ra­me­low in Thü­rin­gen kommt die­ses Jahr ei­ne be­son­de­re Rol­le zu. Nicht nur, dass er bei den Wah­len im Herbst gern sei­ne rot-rot-grü­ne Ko­ali­ti­on ret­ten wür­de. Er braucht die SPD für sei­ne Re­al­po­li­tik. In Thü­rin­gen liegt auch Wei­mar, wo am 2. Fe­bru­ar Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er an den 100. Jah­res­tag der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung er­in­nern wird.

„Die SPD und die KPD ha­ben da­mals ei­nen Kampf ge­gen­ein­an­der ge­führt, der nicht nur die bei­den Par­tei­en ins Ver­der­ben ge­führt hat“, sagt Ra­me­low dem Re­dak­ti­ons­Netz­werk Deutsch­land (RND). „Was bei­de Par­tei­en völ­lig falsch ein­ge­schätzt ha­ben, wa­ren die Ge­fahr und die ge­wal­ti­ge Zer­stö­rungs­kraft, die von der NSDAP aus­gin­gen. Je­de

Ro­sa Lu­xem­burg – das ist der wir­kungs­mäch­tigs­te My­thos der deut­schen Lin­ken. Mark Jo­nes, His­to­ri­ker

hu­ma­ne Schwel­le wur­de über­schrit­ten. Aus die­ser Per­spek­ti­ve ist es nicht an­ge­bracht, die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit zu be­kla­gen. Sät­ze wie ,Wer hat uns ver­ra­ten? – So­zi­al­de­mo­kra­ten‘ brin­gen uns nicht wei­ter. Sie ord­nen auch his­to­risch nicht ein, was falsch ge­lau­fen ist.“

Am En­de traf der Fluch sie al­le: Die Re­pu­blik ging zu­grun­de, weil die Lin­ke sich lie­ber ge­gen­sei­tig be­kämpf­te. Die Na­zis tri­um­phier­ten. „Um­ge­kom­men sind Kom­mu­nis­ten und So­zi­al­de­mo­kra­ten im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ge­mein­sam“, er­in­nert Ra­me­low. „Die To­ten mah­nen uns zu ei­nem kon­struk­ti­ven Um­gang mit dem The­ma.“

Doch der Geist der to­ten Ro­sa Lu­xem­burg spukt wei­ter durch die deut­sche Lin­ke. Am Sonn­tag zo­gen wie je­des Jahr Tau­sen­de beim „Lu­xem­burg-Lieb­knecht-Marsch“durch Ber­lin, al­le lin­ken Split­ter­grup­pen wa­ren ver­tre­ten. Wür­de man in die­ser Run­de um Ver­ständ­nis für staats­tra­gen­de So­zi­al­de­mo­kra­ten wer­ben, für Hartz IV oder die lei­der nö­ti­ge Nie­der­schla­gung des Spar­ta­ku­s­auf­stands 1919, es wä­re schnell vor­bei mit dem stil­len Ge­den­ken. Auch die SPD gießt Öl ins Feu­er: Der so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche „Vor­wärts“schrieb auf Twit­ter zu ei­nem Auf­satz über den Ja­nu­ar 1919: „Die SPD ver­tei­digt die De­mo­kra­tie – auch mit­hil­fe des Mi­li­tärs.“Der Auf­schrei von­sei­ten der Lin­ken kam so­fort. „Ei­nen Auf­stand hat es im Ja­nu­ar 1919 nicht ge­ge­ben“, ant­wor­te­te der Ber­li­ner Lin­ken-Ab­ge­ord­ne­te Mich­ail Nel­ken. „Es gab bru­ta­len Mi­li­tär­ter­ror ge­gen re­vo­lu­tio­nä­re Ar­bei­ter.“

Viel­leicht braucht es je­man­den von au­ßen, um ei­nen fri­schen Blick zu wa­gen und den Geist von Ro­sa Lu­xem­burg zu ban­nen. Dann könn­te die his­to­ri­sche Fi­gur da­hin­ter wie­der zum Vor­schein kom­men.

Am re­nom­mier­ten Uni­ver­si­ty Col­le­ge Du­blin lehrt Mark Jo­nes Ge­schich­te. Er ist gera­de wie­der zu Be­such in

Ber­lin, hat ei­nen wun­der­vol­len iri­schen Ak­zent und ist viel­leicht der akri­bischs­te Ken­ner der Ge­walt­ex­zes­se zu Be­ginn der Wei­ma­rer Re­pu­blik. „Es ist schon be­mer­kens­wert, wie po­li­ti­siert die­ser Teil der deut­schen Ge­schich­te im­mer noch ist“, sagt er. „Das ist der wir­kungs­mäch­tigs­te his­to­ri­sche My­thos der deut­schen Lin­ken. Ihr gilt Ro­sa Lu­xem­burg als Hei­li­ge, ei­ne an­de­re Sicht­wei­se wird nicht ak­zep­tiert.“

Da­bei ist die Ro­sa Lu­xem­burg des Jah­res 1919 nicht mehr die So­zia­lis­tin, die für Frie­den, Eman­zi­pa­ti­on der Ar­bei­ter­klas­se und ih­ren be­rühm­tes­ten Aus­spruch steht: „Frei­heit ist im­mer die Frei­heit der An­ders­den­ken­den.“Sie kommt im No­vem­ber 1918 frisch aus der Fe­s­tungs­haft nach Ber­lin und stürzt sich in die Re­vo­lu­ti­on. Ih­re Woh­nung in Ber­lin sieht die von der Haft ge­schwäch­te So­zia­lis­ten wo­chen­lang nicht, sie ist von mor­gens bis nachts in der Re­dak­ti­on der „Ro­ten Fah­ne“, schreibt, agi­tiert, kon­trol­liert. Sie glaubt, dass es nach der Ab­dan­kung des Kai­sers

nun ei­ne wirk­lich re­vo­lu­tio­nä­re Si­tua­ti­on in Deutsch­land gä­be. Es war ihr schwers­ter Irr­tum.

„Lu­xem­burg woll­te im­mer die Mas­sen über­zeu­gen – und in die­sen Ta­gen woll­te sie die Mas­sen eben zu ei­nem ge­walt­sa­men Auf­stand drän­gen“, sagt Mark Jo­nes. „Doch die Mas­sen mach­ten nicht mit.“

Lu­xem­burg glaubt, jetzt sei die St­un­de end­lich ge­kom­men. Ih­re Ar­ti­kel in der „Ro­ten Fah­ne“wer­den im­mer schär­fer, Tag für Tag trom­melt sie für den Auf­stand. „Sie war ei­ner der hit­zigs­ten Köp­fe in die­ser Wo­che“, meint Jo­nes. „Da­mit hat sie ent­schei­dend zur Ra­di­ka­li­sie­rung in die­sen Ta­gen bei­ge­tra­gen. We­gen ih­rer Tex­te sind Men­schen ge­stor­ben. Auch Frau­en und Kin­der, die sich zum Bei­spiel im fal­schen Au­gen­blick aus dem Fens­ter ge­lehnt ha­ben und von ei­ner Ku­gel er­wischt wur­den.“

Lu­xem­burgs Leit­ar­ti­kel klin­gen atem­los: „Die Ge­gen­re­vo­lu­ti­on ent­waff­nen, die Mas­sen be­waff­nen, al­le Macht­po­si­tio­nen be­set­zen. Rasch han­deln!“, schrieb sie am 7. Ja­nu­ar 1919. Mit der „Ge­gen­re­vo­lu­ti­on“sind längst die So­zi­al­de­mo­kra­ten ge­meint, ih­re frü­he­ren Par­tei­freun­de.

Als die Frei­korps­sol­da­ten den Auf­stand im Ber­li­ner Zei­tungs­vier­tel nie­der­schos­sen, wo die Put­schis­ten Re­dak­tio­nen be­setzt hat­ten, gin­gen Ge­rüch­te um, Ro­sa Lu­xem- burg stün­de an ei­nem Ma­schi­nen­ge­wehr. Das war jen­seits al­ler Wahr­schein­lich­keit – die 47-jäh­ri­ge, kör­per­lich kaum be­last­ba­re Frau hät­te nie an Kämp­fen teil­ge­nom­men. Es zeigt aber den gren­zen­lo­sen Hass, den die Rech­te auf Lu­xem­burg emp­fand – und in dem ihr die SPD in nichts mehr nach­stand.

Gera­de wies die heu­ti­ge Par­tei­che­fin Andrea Nah­les die Spe­ku­la­ti­on zu­rück, dass der so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Ver­ant­wort­li­che für die Nie­der­schla­gung des Auf­stands, Gus­tav No­s­ke, den Mord an Lu­xem­burg in Auf­trag ge­ge­ben hat­te. „Es ist nicht zu be­wei­sen, dass So­zi­al­de­mo­kra­ten wie No­s­ke Kom­pli­zen der Mör­der wa­ren“, sagt auch Jo­nes. „Aber die SPD hat die Mör­der ge­deckt.“

Am Tag nach den Mor­den lie­fer­te der spä­te­re Mi­nis­ter­prä­si­dent Philipp Schei­de­mann die po­li­ti­sche Be­grün­dung für die Ta­ten: „Wenn ich im Be­grif­fe bin, mich in ein bren­nen­des Haus zu stür­zen, um Weib und Kind zu ret­ten, und mein wahn­sin­ni­ger Bru­der legt die Fl­in­te auf mich an, dann hilft nichts mehr, dann muss ich mich ge­gen ihn zur Wehr set­zen.“Für die SPD wa­ren „Weib und Kind“gleich­be­deu­tend mit Staat und Re­pu­blik, die wahn­sin­ni­gen Ge­schwis­ter wa­ren die ab­trün­ni­gen Par­tei­freun­de Lieb­knecht und Lu­xem­burg.

Schei­de­manns Be­grün­dung hallt bis heu­te nach. Und auch sie ist mit schuld am En­de der Wei­ma­rer Re­pu­blik. „Die­se Bür­ger­kriegs­men­ta­li­tät“, sagt Mark Jo­nes, „zog sich durch die ge­sam­ten Jah­re der Wei­ma­rer Re­pu­blik.“

Ro­sa Lu­xem­burg, so viel steht für den His­to­ri­ker fest, war kaum ei­ne Wahn­sin­ni­ge – aber sie war ge­wiss auch kei­ne Hei­li­ge. Sie war ei­ne Frau, wie es in der deut­schen Po­li­tik kei­ne wei­te­re gab. Ro­sa Lu­xem­burg, ge­bo­ren als Ro­za­lia Luk­sen­burg in ei­ner bür­ger­li­chen, pol­ni­schen, jü­di­schen Fa­mi­lie, zu Hau­se in sechs Spra­chen, war 25 Jah­re lang ei­ne eu­ro­päi­sche So­zi­al­de­mo­kra­tin und Kämp­fe­rin der Ar­bei­ter­be­we­gung. Zehn Ta­ge lang war sie ei­ne tra­gisch ir­ren­de Put­schis­tin – die ei­ne gro­ße Be­we­gung für hun­dert Jah­re ge­spal­ten hat.

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„Die To­ten mah­nen uns zu ei­nem kon­struk­ti­ven Um­gang mit dem The­ma“: Bo­do Ra­me­low, thü­rin­gi­scher Mi­nis­ter­prä­si­dent.

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Un­be­irr­bar: In Ber­lin hält ein De­mons­trant am Sonn­tag beim Ge­denk­marsch Tau­sen­der An­hän­ger von kom­mu­nis­ti­schen und so­zia­lis­ti­schen Grup­pen und Par­tei­en Bil­der sei­ner po­li­ti­schen Hel­den, Ro­sa Lu­xem­burg und Karl Lieb­knecht, in die Ka­me­ras.

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„Die Ge­gen­re­vo­lu­ti­on ent­waff­nen, die Mas­sen be­waff­nen, al­le Macht­po­si­tio­nen be­set­zen“: Die „Ge­gen­re­vo­lu­tio­nä­re“– das wa­ren für Ro­sa Lu­xem­burg 1919 ih­re eins­ti­gen so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei­freun­de.

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„Lu­xem­burg woll­te die Mas­sen über­zeu­gen – aber die mach­ten nicht mit“: Der His­to­ri­ker Mark Jo­nes wirbt für ei­nen nüch­ter­nen Blick auf die Ge­schich­te.

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