Mehr­heit be­hält auch den al­ten Pass

Märkische Oderzeitung Angerm‎ünde - - Nachrichten -

Ber­lin. Mehr als die Hälf­te der 2017 in Deutsch­land Ein­ge­bür­ger­ten be­hal­ten zu­sätz­lich zum neu­en Pass auch den al­ten: Von den gut 112 000 Neu­bür­gern aus dem ver­gan­ge­nen Jahr ent­schie­den sich 61,4 Pro­zent für die dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft. Ins­be­son­de­re Eu-bür­ger mach­ten von die­ser Mög­lich­keit Ge­brauch. Noch nie sei der An­teil der Ein­ge­bür­ger­ten mit Bei­be­hal­tung der al­ten Staats­an­ge­hö­rig­keit so hoch ge­we­sen. Zu­neh­mend spie­len auch Flücht­lin­ge ei­ne Rol­le bei Ein­bür­ge­run­gen.

Bei ei­ner Rei­he von Her­kunfts­staa­ten wird die dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft seit je­her hin­ge­nom­men. Da­zu ge­hö­ren die Eu-staa­ten: Von den knapp 39 000 Ein­ge­bür­ger­ten aus an­de­ren Län­dern der Eu­ro­päi­schen Uni­on ga­ben 2017 le­dig­lich 0,9 Pro­zent ih­ren bis­he­ri­gen Pass ab.

Hin­ge­nom­men wird der Dop­pel­pass auch bei Men­schen aus je­nen Län­dern, die ei­ne Aus­bür­ge­rung nicht ak­zep­tie­ren: Da­zu ge­hö­ren Ma­rok­ko, der Iran und Sy­ri­en. Hier führt die Ein­bür­ge­rung nach Deutsch­land prak­tisch im­mer zum Dop­pel­staat­ler-sta­tus. Bei den drei Län­dern lag die Zahl der Ein­bür­ge­run­gen 2017 aber je­weils un­ter 3000. (AFP/KNA)

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